A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1975 (Debrecen, 1976)
Természettudomány - Fintha István: Die Veränderungen der Pflanzendecke der Szatmár-Bereger Ebene in der letzten Jahrhunderten und die natürliche Rekonstruktion der Bewachsung in unseren Tagen
István Fintha DIE VERÄNDERUNGEN DER PFLANZENDECKE DER SZATMÁR-BEREGER EBENE IN DEN LETZTEN JAHRHUNDERTEN UND DIE NATÜRLICHE REKONSTRUKTION DER BEWACHSUNG IN UNSEREN TAGEN Die Forschung der früheren Verhältnisse eines Gebietes darf nie selbstbezweckt sein. Dieser Spruch ist vorwiegend für den Rückblick auf die natürlichen Gegebenheiten gültig. Die Kenntnis des alten Zustandes, verglichen mit den heutigen Erscheinungen, gibt einen Stützpunkt zur Bestimmung der zur lösenden Probleme der Zukunft, und hilft, das neue Richtung angebende Ziel durch Fortsetzung des ausgefahrenen Weges erreichen. Natürlich dient alles Neue nur dann zu Nutzen, wenn es aus der Erbe der Vergangenheit die wirklich guten Züge fortsetzt. Die Szatmár-Bereger Ebene ist eines der wertvollsten, dabei aber von vielen Standpunkten aus vernachlässigtesten Gebiete von den ungarischen Tiefländern. Dank ihren eigenartigen Naturverhältnissen hat sie ziemlich viel aus ihrer uralten Ansicht erhalten. Besonders ihre ursprüngliche Vegetation ist gut konserviert, sie hat ausser manchen botanischen Raritäten einen grossen Teil ihrer aus wirtschaftlich wertvollen Baumarten gestalteten Wälder aufbewahrt. Es ist sogar die Fähigkeit der Gegend geblieben, auch heute die Reihe der einst in grosser Menge gewachsenen Nutzbäume zu geben. Die Ansicht des Landes wurde und wird auch gegenwärtig durch das oberflächliche Gewässer verformt. Wegen ihrer intensiven Wirkung verbreiteten sich die feuchtigkeitsfreunden Pfanzengesellschaften, vorwiegend die Wälder. Das im Köppenschen System mit Dfbx bezeichnete Klima - samt mit der guten Wasserversorgung - war seit Urzeiten für die Bewachsung günstig, die während der Jahrhunderte bedeutend abnahm, sich aber in ihrer Qualität und Zusammensetzung kaum verändert hat. Die Abnahme ihrer Ausdehnung lässt sich fast ausschliesslich auf antropogene Ursachen zurückführen. Die einstige Vegetation musste natürlich auf ein immer kleineres Gebiet gedrängt werden, das ist ja eine verständliche Folge der Zivilisation, der mit der Veränderung der Produktionsverhältnisse immer anders wirkenden menschlichen Tätigkeit. Die qualitative Veränderung ist aber gerade wegen des verhältnismässig grossen Anteils der weniger gestörten, unbebauten gebiete so spärlich. Auf der Szatmár-Bereger Ebene hat die heutige Planzenwelt - obwohl in verstreuten Flecken - je ein Bild aus jeder früheren Entwicklungsetappe aufbewahrt. Die Pollendiagramme der Sümpfe aus der Eiszeit verraten, dass das Dasein der heutigen Beumarten bis zur Buchenzeit zu verfolgen ist. Die Pollenbefunde und die späteren Aufzeichnungen der historischen Zeiten beweisen, dass die hochwertigen Pflanzen sich (auch in unseren Tagen) int den folgenden Gesellschaften vereinigen. Auf den mit Wasser am besten versorgten Gebieten entwickelten sich die Erlensümpfe (Dryopteridi - Alnetum), auf den weniger bewässerten Lebensstätten die Ulmen - Eschen - Eichenwälder (Fraxino pannonicae - Ulmetum), und auf den verhältnismässig trockensten Erhöhungen die die Klimax vertretenden Hagebuchen und Eichen (Querco robori - Carpinetum hungaricum). Eine besondere Welt war der schon nur in der Erinnerungen bekannte Ecseder Sumpf mit vorwiegend aus Wasserpflanzen bestehender Vegetation. Dieser Sumpf ist aber den Entwässerungsarbeiten endgültig zum Opfer gefallen. Die konkreten Ursachen der Abnahme von der zusammenhängenden Beumvegetation sind in der Waldrodungstätigkeit verschiedenen Zwecks der Bevölkerung zu suchen. In der Tiefebene ohne andere Baumaterialien bedurfte man sehr des Hobzes. Viel davon wurde von den früher üblichen Baumethoden gebraucht. Aus Holz waren die Beuten, Brücken, Wassermühlen, Wasserfahrzeuge (Fähren), sogar Schutzwerke in den Kämpfen gegen die Türken und Tataren. Das Heizmittel im Winter und Sommer wurde ebenso aus dem Wald gewonnen. Ausser dem lokalen Verbrauch des Holzes verlangten auch die ferner liegenden öderen Gebiete eine ansehnliche Menge für ähnliche Zwecke. Eine grossangelegte Rodung forder119