A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1962-1964 (Debrecen, 1965)

Tanulmányok - Ditróiné Sallay Katalin: Schwermetalle und ihre Analyse in der Praxis des Museums

Katalin Ditrói Schwermetalle und ihre Analyse in der Praxis des Museums Von den Schwermetallegierungen ist die Analyse der Bronze und des Kupfers bei unlegierten früheren Metallgegenständen benötigt, weil man aus der Quantität und Qualität der Legierungs­metalle weitere Schlüsse auf den Ursprung der Gegenstände ziehen kann. Durch die Wanderung der verschiedenen Volksgruppen und Völker durch die Überwindung anderer Völker, aber auch durch den Handel wurden die Gegenstände aus Kupfer und Bronze von der Stelle, wo sie her­gestellt wurden, oft verschleppt. Man kann annehmen, dass die einzelnen Gegenden ihren charak­teristischen Prozentanteil an Metallegierungen hatten. Vom ägyptischen, griechischen, römischen und etruskischen Bronzeguss sind uns auch schriftliche Denkmäler erhalten. In reinem Zustand und in kleiner Menge kommen nur die Edelmetalle vor, während die anderen Metalle meisten Verbindungen bilden. Am wichtigsten sind die Verbindungen und Metalle, aus denen das Feinmetall leicht zu trennen ist. Irgendein Verfahren sollte auch dem vor­historischen Menschen zur Befreiung des Feinmetalls vom wertlosen toten Gestein zur Verfügung stehen. Weil das Kupfer aus seinen Erzen mit Kohlenreduktion leicht auszuschmelzen, ist wurde dieses Verfahren wahrscheinlich auch im Altertum angewandt. Das aus seinen Erzen (Mineralien) mit entwickelter Technik hergestellte Kupfer enthält auch andere Metalle, welche die physika­lischen Eigenschaften der Metalle beeinflussen, so kann man sich leicht vorstellen, dass dies auch bei den mit alter Technik gewonnenen Metallen noch in erhöhtem Masse der Fall war. Die Verfasserin stellt die Schwermetalle, ihre Eigenschaften, Fremdstoffe und ihr Vorkommen dar, welche die Bestandteile der Kupfer- und Bronzegegenstände der Urzeit bilden. Die durch Guss hergestellten Gegenstände und Geräte können nicht als vollkommen homogen erachtet werden ; hie und da findet man Anhäufungen von Legierungs- und Fremdstoffen, die eine Beschä­digung hervorrufen können oder die Bildung des Edelrostes verhindern. Die Analyse der Gegenstände kann man mit dem modernsten Verfahren der Spektralanalyse vornehmen. Bei der Analyse der musealen Gegenstände ist das leider nicht möglich, weil kein einziges Museum einen Spektrograph besitzt. Einem anderen modernen und auch auf musealem Gebiet verwendbaren Verfahren Hegt die Eigenschaft des Dithizons (Diphenylthiokarbason) zug­runde, dass es in Abhängigkeit von den Umständen (Beaktion der Lösung) mit den verschiedenen Schwermetallen auf verschiedene Weise reagiert. Dieses Verfahren ist schnell, empfindlich und weist auch Spuren der Metalle nach (0,001 mg=l y). Die Verfasserin zählt die nötige Einrichtung und die Chemikalien im Aufsatz auf, die zur Analyse nötig sind, und der Prozess der Analyse wird ausführlich behandelt und in vier Tabellen zusammengefasst. Zum Nachweis einzelner Metalle, die mit dem Dithizon keine entsprechend empfindliche Beaktion geben, sind mehrere geeignete und in der Praxis des Museums verwendbare Verfahren vom Gebiet der analitischen Chemie bekannt. Das in den Kupfer- und Bronzegegenständen vorkommende Arsen, Aluminium, Silizium und Kalzium gehören nicht der Gruppe der Schwermetalle an, so ist ihr Nachweis mit Dithizon nicht möglich. Zur Feststellung des Arsens und Aluminiums werden Methoden beschrieben, die Forschungen zum Nachweis des Siliziums und Kalziums sind noch nicht abgeschlossen. Mit dem hier dargestellten Verfahren, mit Dithizon und anderen Verfahren wurden bisher nur 50 Gegenstände analysiert, die Ergebnisse der Analyse sind in Tabellen zusammengefasst. Die Verfasserin steckte sich zum Ziel, den Prozess der Analyse darzustellen, der in allen resta­urierenden Laboratorien vorzunehmen ist. Aus den in den Tabellen dargestellten Untersuchungs­ergebnissen kann man noch keine Schlüsse wegen der geringen Anzahl der Experimente ziehen. Bis man so viel erreichen kann, dass man auch auf den Ursprungsort der Legierungen in den Gegenständen folgern kann, müssen noch qualitative Analysen an vielen Gegenständen durchgeführt werden. Zum Schluss deutet die Verfasserin darauf hin, welche Aufgaben sich noch in Verbindung mit der Anwendung des Dithizons ergeben können, die noch gelöst werden sollen. Eine wichtige Frage wäre u. a., wie man die qualitative Analyse dieses Verfahrens zur quantitativen Analyse umarbeiten könnte. 350

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