A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1958-1959 (Debrecen, 1960)

L. Sápi: Die grosse Brücke von Debrecen

achtzehn Punkten des Entwurfes wurden nur wenige ausgeführt, so z. B. die Brücke an der heutigen Széchenyi-Strasse, bis zum Hause Nr. 6., sowie die Libellierung der Stadt, die der Vorbereitung einer Kanalisation diente. Die „grosse Brücke", deren Richtung von der Grossen Kirche bis zum Gasthof zum Weissen Ross (Fehér ló szálló) führte, besass eine andere Konstruktion, als die übrigen Brücken. Sie überquerte den giosren Wassergrabender Marktstrasse in Läng­srichtung. Sie bestand aus zwei Reihen von Eichenholzbrettern, die auf Eichenholz­pfosten ruhten. Die Pfosten waren auf beiden Seiten des Grabens eingeschlagen. Die Brücke erhob sich kaum 1—2 Fuss über das Strassenniveau und war von der Kirche bis zur Ecke der Csapó-Strasse mit einem Geländer verseben. Zur Som­merzeit konnte die Brücke durch provisorische Schranken gesperrt werden. 1871 enstand das liier beigelegte Bild, ein Gemälde, das die grosse Brücke nach dem Gedächtnis zeigt. Das Bild wurde von einem in Debrecen dienenden Offizier der к. u. k. Armee gemalt. Die „grosse Brücke" konnte das Problem der Entwässerung der Stadt nicht lösen. Im Interesse der geplanten Kanalisation ehtschloss men 1824 den Abbruch der Brücke. Bis 1826 wurde man mit dem Abbruch fertig. De mit verschwand leider auf ewig eine charakteristische Schöpiung Alt-Debreeens, jene „grosse Brücke", deren sich keine andere Stadt der Ungarischen Tiefebene rühmen konnte. 72

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