Ecsedi István – Sőregi János: A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1933 (1934)

Függelék - Népies halászat a Közép-Tiszán és a tiszántúli kisvizeken - Tartalom

307 hatten einen schweren Stand, doch ist die Hoffnung vorhanden, dass in Zukunft alle Hindernisse überwunden werden können. Der Verfasser behandelt dann die natürlichen Arten der Fischerei. Er macht uns mit jener Art bekannt, bei welcher kein Gerät Verwendung findet, und unterscheidet weitere neun Arten, bei denen ein Gerät zur Anwendung kommt : 1. Absper­rende Fischerei. Hier wird das Absperren durch Errichtung von Dämmen, ferner das Auswerfen von Ruten, Reusen und Sperstellen behandelt. 2. Fischfang durch Schlag. Hier behandelt der Verfasser die Harpunenwerfer. Beide sind sehr alte Arten des Fischfanges. 3. Fischfang mittels Überwurfes in seichten Gewässern. Diese Art ist auch heute noch sehr üblich. Hieher gehört das Tasten im Wasser. 4. Fischfang mit Hebewerkzeugen. 5. Absuchen, dabei werden bóné, kece sowie Netze verwendet. 6. Treiben und Einkreisen. Hier kommen die grossen Theiss­Netze und die kleinen Ziehnetze in Anwendung. 7. Das Angeln ist längs der Theiss sehr beliebt. Es gibt Einzelangeln und solche, die bis zum Ende mit 100—150 Stücken versehen sind. Im Ver­fertigen und im Auswurf der Angeln ist der ungarische Fischer ein erfindungsreicher Künstler. 8. Wurfnetze kommen schon seltener vor. 9. Dem Winterfang schenkt der Verfasser ein eigenes grosses Kapitel. Unter dem Eis kann sowohl der Klein­fischer, wie auch der Grossfischer mit einer Anzahl von Geräten sein Geschäft betreiben. In dieser Art des Fischfanges sind sie sehr erfinderisch und haben gute Einfälle, sie zeigen grosse Reinlichkeit und Liebe zum Beruf. Nun folgt die Beschreibung des Fanges und die Verwendung von Grundein, Krebsen, Fröschen und Blutegeln. Auch die Fischerhütte, der volkstümliche Verkehr auf den Flüssen, Teichen, im Kotmeer kommen bei dieser Behandlung nicht zu kurz. Darin zeigt der Mensch der Tiefebene nicht minder eine grosse Erfindungsgabe. Nun folgt das Leben der Fischer. Ihre Hütten sind auf Grund vieler Erfahrung praktisch gebaut. Ihre Speisen sind einfach ; nicht immer sind es Fische, sondern auch Brot mit Speck. Auch kochen sie Mehlspeissuppen. Kochen sie Fische, so geschieht dies mit einer Paprikabrühe. Gebraten wird am Spies. Zum gekochten Fisch gehört Brot, Bratfisch wird zumeist ohne Brot gegessen. Lieblingsfische sind der Stock, der Schill, der Wels, der Karpfen und die Karausche. Der Grundéi wird in Krautsuppe gekocht. Frösche und Krebse finden keinen Anklang. Diese verkaufen sie lieber den vornehmen Leuten. Die Blutegel sammeln sie für ärtzliche Zwecke. Der schwer­blütige Ungar des Tieflandes lässt sich sein überflüssiges Blut gerne durch diese Tiere absaugen. Auch mit den Nebenprodukten der Teichwirtschaft be­20*

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