Héthy Zoltán szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 1. (Berettyóújfalu, 1976)
TÖRTÉNELEM - GESCHICHTE - Veränderungen in der Lebensweise des Bauerntums der Südbiharer Ebene nach 1945
Imre Dankó VERÄNDERUNGEN IN DER LEBENSWEISE DES BAUERNTUMS DER SÜDBIHARER EBENE NACH 1945. Der vorliegende Aufsatz ist ein Teil der großsen zusammenfassenden Arbeit des Verfassers in der Veränderungsforschung. Er systematisiert die Veränderungen in der Lebensweise des Bauerntumts der Südbiharer Ebene (des früheren Sarkader Kreises). Das betreffende Gebiet wurde am 5-6. Októben 1944 ohne ernste, Schaden erzeugende Widerstand und Kampf befreit. Der Aufsatz gibt zuerst die historische Skizze der Zeit der Befreiung, und hebt dabei die Fakttoren hervor, die die Veränderung in der Lebensweise des dort lebenden Bauertums mit sich brachten. Dann spricht er über die Bauern selbst in allgemeinen. Der Aufsatz weist die ungünstige Gundverteilung vor der Befreiung, auf die entscheidende Rolle der Großsgrundbesittzes, auf die Bewegung der sog. Völkischen Schriftsteller hin, die auch auf den Traditionen der agrarsizialistischen Bewegung zustange gekommen inst und gerande von hier, vom Schatten der Tisza'schen Güter um Geszt eine neitleuchtende Flamme geschlagen hat (Pál Szabó). Die Tiszas waren nämlich früner die Hauptrepräsentanten des österreichungarischen Politik gewensen. Der Verfasser betont den Jahrhunderte langan Landhunger der Bauern, der unmittelbar nach der Befreiung auch dadurch gesteigert wurde, dass man mit der landwirtschaftlichen Produktion hätte wieder anfangen müssen. Das erste und grundsätzliche, die Veränderung in der Lebensweise hervorrufende historische Ereignis war die Bodenreform (1945). Sie vermehrte die Zahl der Kleingrundbesitze. Sie war polisch unentbehrlich, von der Produktion her aber weniger begründet. Auf den Kleingütern waren das Produktionsniveau, die Produktionsweise, der Geratebestand und natürlich auch der Ertrag der in der Produktion unerfahrenen, auch die unbedingt nötigen Ausrüstung und Viehbestand entbehrenden Naeubauern nicht ausreichend, es bedeutete im Bezug auf ein früheres Niveau einen Rücktrtitt. Man trifft aber gerande hier, in Sarkad auch auf eine der vorigen entgegengesetzte, wirkliche Entwicklung und tatesächlicne Veränderung mit sich bringende Lösung. Is Sarkad wurden die Almássy'schen Güter schon vor der Befreiung von einer Aktiengesellschaft, der Magyar Föld Rt gepachtet. Dieses Gut wurde dann bei der Bodenreform nicht verteilt, sondern schon am 23. April 1945 entstand hier eine auch Produktionstätigkeit ausübende Bauerngonessenschaft (sie wurde später die im ganzen Land bekannte landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft „Lenin"). Die in Ungarn unter den ersten errichtete LPG und die sich dort intwickelte Pruduktionsordnung Wurden später Beispiele. Übrigens hat die nacht der Bodenreform entfaltete bäuerliche Grungverteilung durcndrungen. Die Ungünstigkeit der Lage Wurde aber bald klar, die Bodenreform hatte aber allerdings auch hier zwei positive Folgen. Eigerseits konntte man auf den Kleingütern leichter mit der landwirtschaftlichen Produktion afangen, als, auf den früheren Großsgütern, und das war danamals am wichtigsten. Anderseits wurden die Kleingauern langsam der grosen Einsicht zugeführt, dalss die nötige Entwicklung der landwirtschaftlichen Produkion mit der damaligen Grundbesitzstruktur nicht zu sichern war. Breite Schichten des Bauerntums des gelangten zur Anerkennung des Nutzens und der Notwendigkeit vom sozialistischen landv.-irtschaftlichen Großsbetrieb. In dieser Anerkennung widerspiegelte sich die frühere und auch nach der Befreiung gebliebene Vielfältigkeit des Bauerntums. Die Großsbauern waren unfähig, die Notwendigkeit der Veränderung zu anerkennen, auch die Mehrheit der Mittelbauern hat sich mit dem Gedanken der Vereinigung nich abgefunden. Das führte zur Schärfung des bäuerlichen Klassenkampfs. Das Ergebnis war die Verbreitung des Genossenschaftswesens, viele wurden aber dadurch dem Boden, der Landwitschaft entfremdet. Es erfolgte eine kräftige Migration. Schon am Anfang, bei der Mechanisierung wurden zahlreiche in den Produktionsgenossenschatfen überflüssig. Viele davon haben weggezogen, andere wurden externe In201