Héthy Zoltán szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 1. (Berettyóújfalu, 1976)
RÉGÉSZÉT, ÓKORTUDOMÁNY - ARCHEOLOGIE, ALTERTUMSWISSENSCHAFT - Die archeologische Forschung und die Wiederhertellung bei der Kirchenruinen von Herpály (1972-1975)
György Módy-Károly Kozák DIE ARCHEOLOGISCHE FORSCHUNG UND DIE WIEDERHERRSTELLUNG BEI DEN KIRCHENRUINEN VON HERPÁLY (1972-1975) Die ersten zwei Kapitel der Abhandlung gaben eine forschungshistorische Zusammenfassung über das Csonkatorony (der verfallene Turm) von He-pály, das auf der zu Beretyóújfalu gehörenden Heide steht. Im Jahre 1806 waren noch die zwei riesigen Türme und die Wandruinen der zu ihnen gehörenden Kapelle und des Kirchenschiffes zu sehen. Auch schon damals wurde die Ruine von dem Volke KlasLrom genannt. Die historischen i'nd kirchen^fjc itUchen Be irbe'tungen haben diese Kirchenruine beinahe durch ein Jahrhundert für die Prämonst^atenpropstei von Nyirpályi (heute Monostorpályi) gehalten. Man hat das richtig festgestellt, dass das Csonkatorony nicht zu der Kirche des Dorfes Herpály gehörte, das in der Mitte des 17. Jahrhunderts endgültig Untergang, sondern zu irgendeinem Kloster. Die Forschung hat aber klargemacht, dass de*- 12 Meter hohe Rest des nördlichen Paares von dem Csonkatorony 1842 abgebrochen wurde. Auch das „obere Geschoss" wurde von dem Siidturm - das spätere Csonkatorony - abgerissen, man hatte nähmlich Angst, dass die Mauer niederfällt. Es ist auch sicher, dass die Ruinen der Kapelle und des Kirchenschiffes, die am Anfang des Jahrhunderts noch zu sehen waren um 1858 schon völlig verschwunden sind. Die erste authentische Beschreibung über das Csonkatovony gab Flöris Römer im Herbst 1878, nach ihm Vince Bunyitay 1883. Bunyitay hat das klargemacht, dass die Prämonstratenpropstei von Nyirpályi mit den Ruinen von Herpály r ;c^s 7u tun hat E r h^t üb o v die Proo~tei ricMH festqseteHt das- sie spätestens um die Wende der 12-13. Jahrhunderten gebaut wurde und annehmlich ist sie Rest eines Gentilklosters. Da in dem päpstlichen Zehntgeldregister von 1332-37 die Abtei oder der Propst ven Herpály nicht aufgezeichnet wurde - ist er der Meinung, dass das Kloster am Anfang des 14. Jahrhunderts zugrundegegangen war. Das Csonkatorony bröckelte sich weiter in den 80-90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Gutsherr entdeckte die Mauerreste des Nordturms im Herbst 1899 durch eine kleinere „Grabung", die aber wieder zugeworfen wurden. Durch örtliche Anregung begann die Denkmalschutzkommission 1901 zur Rettung des Denkmals eine Aktion. Im Winter 1902 vollbrachte Adolf Zsák am Kirchenhügel eine Grabunci. Durch den Erfolg dieser Arbeit wurden die Mauerreste der südöstlich gelegenen Kapelle, der südwestliche Bogenpfeiler, das nördliche, von innen halbkreisförmige, von aussen aufrecht geschlossene Nebenchor, die nördliche und südliche Hauptmauern und der nördliche Turm zum Vorschein gebracht. Dip r.rabun-T wnr-u pV-t wed"- ;n d"m ^rhiff. noch d~n Choren weitergeführt. Die auggedeckten Teile wurden im Frühlinq 1903 zugeworfen. Im Sommer 1904 wurde de: von Bunyitay beschriebene Zustand durch Unterm au ?:um und R°konstruktion mit Ausnahme des Gesimswerks der südlichen Seite wiederhergestellt. Der Turm bekam eine Bedachung und man hat innere Gänge ausgestaltet. Ein Amateaur-Archeolöge hat bedauerlicherweise im Sommer 1934 in der nordwestlichnordöstlichen Umgebung des Csonkatorony Grabungen gemacht. Tm Laufe d°r im Jahre 1972 begonnenen Forschung hat es sich erwiesen, dass er viele Schichtenerscheinungen, die zu wertvollen Folgerungen Möglichkeit bieten können hätten, vernichtete. D^s C'sonkatorop-' h^ 'm "°**bst 19 *4 ím t ~if<» '-r siqnisse grosse Schaden erlitten. Das Dachwerk ging völlig zugrunde, die Mauerreste ragten gegen den Himmel als Nadelöhren empor. Im Herbst 1950 h°ben der Lehrst'iM fr- Kunst q-s^hi^hte de r Universität Lajos Kossuth und das Déri-Museum von Debrecen kleinere Forschungsarbeiten am Kirchenhücrel durchgeführt. Die Forschung erweiterte sich nicht auf die Aufsuchunq der im Boden befindlichen Gründe. In dem Profil, das zur Durchstechuna des Kirchenhügelwalls diente - der Meldung der Forscher nach - zeigten sich „zwei mittelalterliche Schuttlagen" und unter dieser Schicht „ein mittelalterliches Ziegelgrab." 102