Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Daróczi-Szabó László: A gönyűi útállomás állatcsontanyaga

Vom kaiserzeitlichen Fundort Gönyű, Nagy-Sáros kamen 1111 Tierknochen zur Untersuchung. Von dieser Menge waren 645 Stück genau, der Tierart entsprechend bestimmbar, und das Ergebnis zeigte, dass die bedeutende Mehrheit der identifi­zierten Knochen (99,4%) von Haustieren stammt. Im Falle der übrigen 466 Stück konnten nur die annähernden Maße des Tieres festgestellt werden. Eine besondere Erscheinung ist es, dass vom Hausrind, welches seit seiner Domesti­zierung allgemein zum wichtigsten Haus­tier im Karpatenbecken geworden war, nur ziehmlich wenige Knochen am Fundort anzutreffen waren (42 Knochen, 6,5% der bestimmten Menge). Dem gegenüber stellte das Pferd, dessen wirtschaftliche Rolle allgemein hinter dem Dreigespann Hausrind-Kleinwiederkäuer-Hausschwein lag, an diesem Fundort die weit häufigste Art darstellt (280 Stück, 43,4%). Dies ist damit zu erklären, dass der größte Teil der 280 Pferdeknochen (212 Stück) aus einer einzigen Forschungseinheit, einem Objekt also (aus dem Einfriedungsgraben, KE 1) zum Vorschein gekommen sind, und mit enormer Sicherheit von 2 vollständigen bzw. fast vollständigen Skeletten stammt (auf Grund zweier linksseitiger Hackenknochen). Ebenfalls damit ist der große Anteil der Hunde zu erklären: insgesamt 92 Hundeknochen (14,3%), 78 Stück kamen aus der Forschungseinheit 119 zu Tage, die nicht zufällig unter der Bezeichnung „Hundegrab” dokumentiert wurde. Aus dieser Einheit sind außer dem mehr oder weniger vollständigen Skelett eines erwachsenen Tiers keine anderen Tierknochen geborgen worden. Bei Berücksichtig der eben genannten Tatsachen kann festgestellt werden, dass die wichtigsten Nutztiere die Schafe und/oder Ziegen waren. 135 Stück Knochen (20,9%) sind gefunden worden. Die Knochen beider Tiere sind nur selten voneinander zu unterscheiden, in unserem Fall konnte nur ein Schaf abgegrenzt werden, was in sich leider nicht viel darüber aussagt, wie sich beide Arten mengenmäßig zueinander verhalten. Der Bedeutung nach steht das Hausschwein hinter den Kleinwiederkäuern (75 Stück, 11,6%). Das Hausrind, wie oben schon erwähnt, folgt an dritter Stelle. 95

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