Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Gyulai Ferenc: Növénymaradványok a gőnyűi feltárásból

Im Jahr 2007 wurden in der Gemarkung von Gönyű eine römische Straßenstation und einigen Brunnen freigelegt, und daraus zum Zwecke archäobotanischer Analyse eine bedeutende Menge an Erdproben gesammelt. Die in den durch Siebreihen ausgeschlämmten Erdproben gefundenen Samen und Früchte wurden nach vorsichtiger Trocknung unter dem binokularen Mikroskop von sonstigen organischen und anorganischen Überresten getrennt. Das pflanzliche Material wurde mit Hilfe einer vergleichenden Samen- und Fruchtsammlung bestimmt. Der Schutt der ehemaligen Straßenstation enthält Reste der einstigen Lehm­mauern, bzw. ihrer Planierungsschicht. Die letzte Nutzung war wahrscheinlich Anfang des 3. Jh.s. Im Laufe der archäobotanischen Untersuchung der beiden, je anderthalb Kilo schweren, an Holzkohlen relativ reichen Erdproben fanden wir 269 Diasporen. Die verkohlten Samen/Früchte können als Folge einstiger Wärmeeinwirkung unter Ausschluss von Luft verkohlt sein. Die Mehrheit der gefundenen Samen war zur Konsumierung bestimmt, oder stammt aus davon übrig gebliebenen Kultur­pflanzen. Der große Teil davon sind Getreidereste. Die in besserem Zustand erhaltenen Getreidekörner haben wir als Gerste identifiziert. Einige Spelzgersten­körner haben Schrägachse, was ein Charakteristikum der Saatgerste ist. Weiter Kulturpflanzenreste sind Samen von Hülsenfrüchten, in römischem Fundmaterial regelmäßig vorkommende Felderbse und Kleinkornlinse. 81

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