Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Crynaeus András: A gönyűi famaradványok elemzése

Das Fass, welches den Brunnenkörper des anderen Brunnens an der Straßenstation ausmacht, ist aus ähnlich gutem Material gefertigt. Wir konnten daran weder zum Splintholz gehörende Baumringe noch Baumrinde entdecken. Die beiden Eichholzdauben bewiesen sich als nahezu gleichaltrig, der Durchschnitt ihrer Angaben führte zu einer 112 Jahre umfassenden Datenreihe. Es besteht keine Gleichaltrigkeit mit dem Material von früher aufgearbeiteten heimischen Fundstellen, eine Datierung konnte aber aufgrund der für das Wiener Becken geltenden Chronologie vorgenommen werden. Der letzte Jahresring entspricht dem Jahr 208 nach Chr. Zur Bestimmung des Fällzeitpunkts muss dazu jedenfalls die minimalste Anzahl der zum Splintholz gehörenden Jahresringe addiert werden, 12 Stück. Die zur Herstellung des Fasses verwendeten Bäume dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit frühestens um 220 nach Chr. gefällt worden sein. Die Jahresringdicken des Fassreifens konnte ebenfalls nicht mit dem Material von früher aufgearbeiteten Fundstellen verglichen werden, der äußerste Jahresring hat sich aufgrund der süddeutschen Datenreihe wahrscheinlich im Jahr 187 nach Chr. gebildet, so kann die Fällung frühestens im Jahr 199 stattgefunden haben. Also, die Eiche, die das Ausgangsmaterial zur Herstellung des Fasses hergab, kann frühestens 220 nach Chr. gefällt worden sein, irgendwo in der römischen Provinz Noricum, auf dem Gebiet des heutigen Österreich. Nachdem sie ihre ürsprüngliche Funktion erfüllt hatten, wurden die Fässer wiederverwertet, wahrscheinlich in der Nähe des Ortes, an dem sie ausgeleert wurden. Natürlich wissen wir nicht, was ursprünglich darin transportiert oder gelagert wurde, aber es gäbe Tipps... 77

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