Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Bíró Szilvia: Fogadó a határon
Unter den Beneflciarerstationen kennen wir vorerst nur einige aus pannonischen Freilegungen, obwohl auf Grund von Steinmaterialinschriften zahlreiche zu vermuten sind, nur eben konnten sie archäologisch noch nicht identifiziert werden. In Gönyű kann auf Grund der Funde die militärische Aufsichtsrolle nicht eindeutig bewiesen werden, obwohl das Militär am Bau des Gebäudes beteiligt war. Das Fehlen der entsprechenden Gebäudestruktur und der Aufsichtsrolle lassen auch bezüglich der Bestimmung als Wachstation Fragen aufkommen. Straßenstation? Auf dem Gebiet Pannoniens sind schon mehrere freigelegt, die meisten im Innern der Provinz. Fhnsichtlich des Grundrisses kann man unter den freigelegten Stationen eher den von Sorokpolány mit dem Grundriss von Gönyű vergleichen. Dort sind ebenfalls am Eingang 4 Räume, im hinteren Teil ein großer Hof. Die Datierung dieser Station an der Bernsteinstraße ist auf das 2. Jh. zu setzen. In Nordwestpannonien sind an der Straße Savaria—Arrabona die Fundorte Sárvár— Vegh-Malom und Sárvár—Vár freigelegt worden, an der Bernsteinstraße kennen wir aus St. Margarethen ein ähnliches Gebäude. Worin ähnelt diesen die Station von Gönyű? Das Gemeinsame ist, dass sich die Stationen in bestimmten Entfernungen endang der Straßen befinden (allgemein 10 römische Meilen). In ihrem Grundriss ist oft ein größerer Hof im hinteren Teil sichtbar, dessen vordere Seite von kleineren Räumen begrenzt ist. Dass alle bisher freigelegten Stationen im Nordwesten der Provinz zu finden sind, ist eher dem Mangel an Forschung zuzuschreiben. Auch in den übrigen Provinzteilen gibt es sicherlich solche Stationen, nur wurden sie bisher nicht freigelegt. 53