Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Gabler Dénes: Római csatellum Ács-Vaspusztán

Zur wesentlichen Umbau im Kastell kam es während der Constantinus-Dynastie, als man an den abgerundeten Ecken des castellum 11,4 m hervorspringende, 9,5 m breite fächerförmige Ecktürme baute. Die Fächerform wies eine Tropfengestalt auf, die bei den Festungen des Noricums und Moesien beobachtet wurde, am ehesten aber der im Kastell Iza (Celamantia) gleicht. Dieser Grundriss ist eher für die Bau­weise Ende des 4. Jh.s, zur Zeit Valentinians charakteristisch, der Grundriss in Vas­puszta ist aber sicherlich auf früher, spätestens in die Herrschaftszeit Constantius II. zu datieren. All das weist auf die Unmöglichkeit einer Festlegung der chronologi­schen Reihenfolge allein auf Grund des Grundrisses. Wegen der Ecktürme mussten auch die zur früheren Wehranlage gehörenden Gräben eingefüllt werden, und der Schutz des Kastells musste mit einem neuen, viel tieferen Graben als bisher verstärkt werden. Dieser 7,6, stellenweise 8 m breite Graben umfasste auch die fächerförmi­gen Ecktürme, seine innere Seite war 11,5 m von der Festungsmauer entfernt. Das Fundament der Türme ist flacher als das der Festungsmauern (1,6 m). Das Funda­ment wurde ohne Bindemittel, mit Rohsteinen und Dachziegeln geschaffen. Auf dem Niveau des südöstlichen Eckturms kam in einer Schicht aus verkohlten Holz­balken und Dachziegeln ein aus centenionalis Prägungen bestehender und 355 schlie­ßender kleinerer Münzhort zum Vorschein, was bedeutet, das die Zeit des Baus der fächerförmigen Türme früher gewesen sein muss. Wegen der Quadeneinbrüche im Jahr 355 wurden auch anderswo in der Provinz Münzhorte versteckt, u. a. auch zwischen den Ruinen der Villa Hercules, die ein sehr repräsentatives Gebäude von canabae in Aquincum ist. Vielleicht wurden das West- und Osttor des Kastells (portaprincipalis sinistra und dextrá) gleichzeitig mit dem Bau der Ecktürme vermauert. Während man im nahe gelegenen Kastell von Almásfüzitő (Azaum) oder in mehreren Limesfestungen Niederpannoniens die Toröffnungen mit dem Bau hufeisenförmiger Seitentürme schloss, wurde in Vaspuszta zwischen die beiden Tortürme eine Mauer gezogen. In diese Mauer wurde der aus Anlass des Kaiserbesuchs 202 aufgestellte Altar sekundär eingebaut. Die Vermauerung enthält neben reichlich Mörtel Natursteine und Ziegelsteine. Das südliche (hintere) Tor (porta decumana) blieb auch nach dem Umbau geöffnet. 137

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