Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Gabler Dénes: Római csatellum Ács-Vaspusztán

Das zweite Kastell wurde von cohors I Thracum equitata civium Komanorum gebaut. Diese Einheit wurde um 118/119 aus Germanien nach Pannonien verlegt. Ihr Kastell konnte mit der Hilfe von wenig südgaüischer Sigillata und gestempelter Ziegel der in Carnuntum ( Bad Deutsch-Altenburg) stationierten legio XV Apollinaris datiert werden. Das zweite Holz-Erde Kastell wurde wegen der schon zur Römerzeit wahrnehmbaren Erisionstätigkeit der Donau 35 m weiter hinten (nach Süden) errichtet. Die Verteidigungsanlage dieses castellums konnte an drei Seiten bestimmt werden. Der vor dem Schutzwall ausgehobene Graben (fossd) bog vor dem Südtor (porta decumana) einen clavicula (Schlüsselchen) bildend nach außen. Der Schutzwall des zweiten Holz-Erde Kastells, der auch hier durch mit Pfosten­reihen verstärkte Planken gesichert wurde, war 3,5 m breit. Weniger gelang uns die Grundrissbestimmung des Kommandantsgebäudes (principia), doch sind auch dort zahlreiche Pfostenlöcher zum Vorschein gekommen, diese bezeichneten aber keine Details eines zusammen hängenden Grundrisses. Im Graben dieses castellum^ bzw. unter dem Fußbodenniveau der principia kamen hauptsächlich mittelgallische (Lezoux) und frühe rheinzaberner Sigillata, die sog. rätische Ware, Krüge mit marmorierter Bemalung bzw. Fragmente von pannonischer Glanztonware mit Stempelverzierung zum Vorschein. Dieses Holz-Erde Kastell wurde zwischen 170 und 178 nach Chr. während der Markomannenkriege niedergebrannt, wahrscheinlich zur Zeit der Niederlage der bei Carnuntum zusammen gezogenen Truppen. Die Gebäude waren teils aus Lehmziegeln gebaut, an manchen Stellen gab es Wandmalerei. Nach den sich lange hinziehenden Markomannenkriegen, die im Leben ganz Pannoniens, ja sogar der Donau-Provinzen eine Zäsur bedeuteten, wurde das Lager aus Stein wieder errichtet, wenigstens aber die Verteidigungsanlagen, und stufenweise wurden auch die internen Bauten aus Stein neu gebaut. Fast in serselben Zei wurden auch die Kastelle der anderen pannonischen Hilfstruppen in Stein errichtet. Das Steinkastell Vaspuszta ist 106 m breit, seine Länge wird aufgrund der jetzigen Lage des in die Donau gestürzten nördlichen Torturms auf 112m geschätzt. Es ist eine der kleinsten bisher bekannten pannonischen Festungen (1,2 ha). Das Fundament der das castellum umgebenden Mauern beträgt 120-124 cm, die aufstrebende Mauer war 104 cm dick, die Tiefe des Fundaments 215—220 cm. 131

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