Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

May Zoltán: Téglák archeometiria vizsgálata

Von Bedeutung kann auch im Falle der Ziegel (Keramik) die Bestimmung des Hitzegrades beim Brennen sein, bzw. auch die Untersuchung der Umstände beim Brennen (reduktiv oder oxydativ). Dazu geben die Anwesenheit bestimmter chemischer Verbindungen, ihre Form, ihr Verhältnis zueinander Auskunft. Hier wird untersucht, in welchen ihrer Verbindungen die Beschaffenheitselemente des Gegenstandes anwesend sind, welche kristallinen Strukturen sie bilden. Diese Messungen werden mit der sog. Staub- Röntgendiffraktionsmethode (XRD, Abb. 4) durchgeführt. Auch hier ist das Entnehmen einer Probe nötig, und zwar in in Staubform. Mit der sog. Thermoluminiszenz (TL) bzw. Optisch stimulierter Luminiszenz (TL bzw. OSL, Abb. 6) lässt sich der Herstellungszeitpunkt, d. h. der Zeitpunkt des Ziegelbrennens genau feststellen (3—8 prozentige Genauigkeit). Bei TL und OSL wird bei Erhitzen (niedrigere Temperatur als zur Erreichung des Glühens notige) oder Belichten von verschiedenen Materialien mit kristalliner Struktur eine Lichtstärke abgegeben. Dazu wird aus dem Ziegelinneren, das von Hitze- und Lichteinwirkung unberührt blieb, eine Probe entnommen, meistens mit einer Bohrung. Je älter der Ziegel ist, um so größer ist die abgegebene Lichtstärke, die von einem hochempfindlichen Instrument gemessen wird. So kann auf die Herstellungszeit des gebrannten Ziegels geschlossen werden. 105

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