Molnár Attila et al.: Jöttek - mentek. Langobardok és avarok a Kisalföldön - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 3. (Győr, 2008)

Horváth Eszter: Régi leletek - új eredmények. Ékkövek és egyéb ásványi anyagok a langobartok ötvöstárgyaiban

Bei seinem Hierhergelangen könnten die Kontakte zwischen den westlichen Germanenstämmen und der rege Handel eine Rolle gespielt haben. Starke Ähnlichkeit in der Form charakterisiert die Fibel aus Grab Nr. 4, doch sind ihre Fächer aus weniger qualitätsvollem vergoldeten Silber hergestellt, krumme Linien weisen auf ungeschickte Arbeit. Ein weiterer bedeutender Unterschied: Die Einlagen der Rosettenfibel aus Grab Nr. 72 sind nach Inaugenscheinnahme als eine Art Granat und Fettstein oder Knochen von weißlicher Farbe anzusehen, der Schmuck aus Grab Nr. 4 beinhaltet Glas und einen porösen weißen Stoff, der vermutlich aus der Mischung mehrerer Mineralien hergestellt wurde. Die wichtigste Abweichung zeigte sich schließlich bei der Zusammensetzung der Kittmasse, was überzeugender Beweis dafür ist, dass zwei in Form und Funktion verwandte Beigaben Produkte verschiedener Werkstätten oder Handwerker sind. An der Fibel aus Grab Nr. 4 ist das Streben nach Ähnlichkeit, aber auch die Abweichung bei grundlegenden Details zu beobachten, was bedeuten kann, dass der Gegenstand als Imitation von Importware besserer Qualität in einer Werkstatt mit wenig Erfahrung angefertigt wurde. Der hier besprochene dritte Fund aus Hegykő, die Vogelfibel aus Grab Nr. 72 gehört ebenfalls zu den vermutlich in hiesigen Werkstätten hergestellten Schmuckstücken minderer Qualität. Obige Ergebnisse lenken unsere Aufmerksamkeit darauf, dass wir auch im Fall gut bekannter Funde damit rechnen können, dass - einzelne Details in neues Licht gerückt - womöglich der ganze Gegenstand eine ganz andere Interpretierung erfahren kann. Manchmal bergen gerade die kleinsten und unbedeutend scheinende Funde die Lösung grundlegender Fragen. 69

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