Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)
Tomka Péter: A honfoglalás korától a török időkig. Amit Győr középkori történetéről megismertünk
Die Ergebnisse unserer im Bereich des Einkaufszentrums Árkád vorgenommenen Ausgrabungen bezüglich des Mittelalters haben alle unsere Erwartungen weit übertroffen, hatten für uns sogar einige wirkliche fachliche Sensationen parat. Viel konnten wir zu Beginn der Erschheßungen nicht erwarten. Auf dem Gebiet der Waggonfabrik, diesem mehrfach aufgewühlten Gelände — durch den großangelegten Abbau von Sand im 19. Jahrhundert, die Gebietsregelungen der Neuzeit, die Errichtung von Fabriken, die Bombardierungen, die Neuordnung des Geländes, die immer wieder neuen Bauarbeiten — bestand unsere Hoffnung höchstens darin, neben den Überresten des Friedhofes aus der Römerzeit vereinzelt noch etwas zu finden aus der östlichen Vorstadt Gyors aus der Zeit der Arpaden. Die Hoffnungen waren berechtigt, denn aufgrund früherer Forschungen wussten wir, dass sich — auch archäologisch belegt - das Suburbium aus der Zeit der Arpaden und die dazu gehörenden dörflichen Siedlungsreihen entlang einer Straße vom Stadtzentrum, vom Fuß der Gespansburg am Kapitelhügel über die Rákóczi Str. bis hin zur Széchenyi Brücke zogen (belegte Funde aus dem frühen Mittelalter fehlten höchstens vom Gebiet des Burggrabens aus der Türkenzeit). Die Straße führte zum Mittelpunkt des Landes: nach Esztergom, dann nach Buda, ihre Linie wich wohl kaum von der der Limes-Straße aus der Römerzeit ab, blieb infolge ihrer Bedeutung für den Handel und militärische Zwecke durchgehend bestehen. Wir wussten, dass nicht weit von unserem Gebiet in Richtung Osten irgendwo die Fundstelle der „Homokgödrök” existierte, von wo in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Funde aus der Arpadenzeit ins Museum gelangten. 67