Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)
Bíró Szilvia: Sírok és leletek. Római temető a Vagongyár területén
Bei einigen Kleinkindergräbern, welche sich in einer Gruppe im südlichen Teil der Ausgrabung befanden, konnte festgestellt werden, dass der Sarg und die Beigaben in eine seitlich ausgehobene Niesche gesenkt waren sog. „Bankgräber”. Weil die Kleinkinder in Särge gelegt und tiefer begraben waren, konnten die Beigaben weder Feuer noch späteren Plünderungen zum Opfer fallen. Oft konnte nur der Abdruck des Sarges ausgemacht werden, oder die Sargnägel lassen Schlüsse auf die Grösse desselben zu. In einem glücklichem Fall konnten auch die Untersätze des Holzsarges, spich die Stelle des vermoderten Holzteiles ausgemacht werden. Demnach dürfte Der Sarg 145 X 60 cm gemessen haben, also etwa 2x5 römischen Fuss (Objekt 440). Bei einem anderen ist anzunehmen, dass die Sargkanten mit Bronzeplatten verstärkt wurden, hier waren diese Platten auf deren urspünglichen Platz auffindbar. Die Gebeine des Kleinkindes sind nicht übrig geblieben. Wahrscheinlich wurde hier ein Mädchen beigesetzt, es lagen beim Kopf Haarnadeln, beim Hals und Hand Glasperlen. Ausserdem umfasste der Sarg die gewöhnliche Tonlampe, daneben eine kleinere Tasse. Rin anderes Grab, obwohl nicht wirklich reich an Beigaben, barg wahr-haft interessante Funde (Objekt 356). Im Grab des lAZA jährigen Mädchens stand ein gelber Krug ausserhalb des Sarges. Im Sarg wurde neben drei Parfümfläschchen eine Axt gefunden, welche vielleicht wegen ihrer übelvertreibender Kraft da hineinkam. Die Hand oder die Taille des Kindes umschlang ein Dutzend fossiler, sprich versteinerter Muscheln, welche wahrscheinlich aus dem Gebirge der Umgebung von Sopron stammen. 55