Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Bíró Szilvia: Sírok és leletek. Római temető a Vagongyár területén

Ebenso wurden die kleinen tropfen­förmigen Parfümfläschchen auf den Scheiterhaufen gelegt, welche dann meisten deformiert, angesengt ins Grab gelangten, ln ein-zwei Fällen hingegen - dem Feuer ausweichend - tat man die Glasgegenstände ins Grab, wie auch im vorhin geschilderten Fall des Grabes Nummer 589, aus welchem eine sog. "Saugflasche" und ein Glas geborgen wurden. Auch einige Kostbarkeiten wurden bei der Erschliessung des Gräberfeldes entdeckt. Zu dieser Kategorie gehört die aus dem Grab Nummer 93 stammende Gemme. In den kaum anderthalb Zentimeter messenden rosafarbenen Stein ist die Gestalt der römischen Göttin Ceres eingemeiselt, wie sie in der einen Hand eine Getreidegarbe, in der anderen einen Obstteller hält. Die anderen Gräber gaben als Schmuck bronzene Ringe oder schlichtere Ohrringe frei. Oben erwähnte Parfümfläschchen und weitere Schönheits- und Kosmetikmittel gelangten wahr­scheinlich in Frauengräber. Solche sind die Knochen­spachteln, welche zum Rühren verschiedener Salben gedient haben könnten, in einigen Gräbern wurden bzw. Bruchstücke von verbrannten, deformierten Knochentiegel gefunden, die einst zur Aufbewahrung von Salben gedient haben dürften. In vielen Gräbern wurden natürlich auch Münzen gefunden, die aus dem Grund ins Grab gelegt wurden, damit die/der Tote den Fährmann des Jen­seits, Charon, bezahlen kann, um so den, die Grenze zum Jenseits markie­renden Fluss, Styx überqueren zu können. Diese Münzen verfügen über eine enorme Bedeutung für den Archäologen, sie datieren ja exakt das Grab, in dem Sie gefunden wurden. Leider sind sie in vielen Fällen sehr abgewetzt, in manchen Fällen sind sie aber gleichsam neu, noch mit Prä­gungsglänze auffindbar. 51

Next

/
Oldalképek
Tartalom