Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Kovács Lajos: A 110 éves Vagongyár. A Rába-gyár története 1896-tól napjainkig

Die Ausnutzung der neuen Kapazitäten konnte infolge der Wirtschaftskrise zu An­fang des Jahrhunderts trotz der neuen Geschäftszweige nur selten realisiert werden. Die Lage wurde schließlich durch den Aufschwung aufgrund der Kriegsaufträge von 1910 angelöst. Neben der Armee der Monarchie war die in die Balkankriege verwickelte Türkei Haupt­auftraggeber für die Liefe­rungen an die Artillerie — Kanonenkarren, Munitionswagen und Ersatzteile für Lafetten. Militärische Aspekte standen auch im Hintergrund der Verhandlungen von 1913 mit der Erste Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik um die Kraftfahrzeug-Lizenz, infolge derer das Unternehmen das Produktionsrecht für die von Frantisek Kec selbst konstruierten Kraftfahrzeuge, die „Prag”-Lizenz erwarb, was man dann unter dem Warenzeichen „Rába” herzustellen begann. Diese Lizenz erstreckte sich auf die Lastwagen vom Typ „V”, auf die Sechs-Personen-Autos vom Typ „Grand” und die Zwei- und Vier-Personen-Autos vom T yp „Alfa”. Diese Fahrzeuge galten technisch gesehen nicht als Neuheit, waren jedoch robust, zuverlässig und billig im Verbrauch. Der Alfa kam nicht weiter als bis zur Testproduktion, aber aus dem für zahlreiche Zwecke umrüstbaren Grand (z.B. für Verletztentransporte) wurden 250 Stück, von den Lastwagen des Typs V insgesamt 500 Stück produziert, wovon ca. die Hälfte von der Armee erworben wurde. 1915 begann man mit der Produktion der auf dem Grand-Motor basierenden К II Motorpflug. Infolge des Mangels an Arbeits­kräften in der Landwirtschaft zeigte sich hierfür eine erhebliche Nachfrage bis 1927 wurden 250 Stück produziert. In den Jahren des 1. Weltkrieges fehlte es nicht an Kriegsaufträgen. Dies bezog sich auf sämtliche Produktgruppen des Werkes. Nicht nur die Kapazitäten waren vollständig ausgelastet, sogar die kontinuierliche Arbeitsordnung musste eingeführt werden. Dennoch hatte man mit dem Fortschreiten des Krieges mit immer größeren Engpässen bei den Rohstoffen (Kohle, Eisenerz), mit immer höherem Arbeits­kräftemangel zu kämpfen, bzw. bremsten auch der Anstieg der Löhne und der Preise für Rohstoffe die Rentabilität. Die forcierte Produktion verlangte dennoch Ent­wicklungen und Investitionen. 1918 wurde eine neue Stahlgießerei in Betrieb gesetzt, und das Stammkapital des Unternehmens auf 6 Mio Kronen aufgestockt. 1918 fand der Prozess der Umgestaltung des Großunternehmens seinen Abschluss, infolge dessen zu jedem Produktionszweig — Bahnwaggons, Schmalspurwagen, Brücken­­und Eisenkonstruktionen, Auto, Militärfahrzeuge, Motorpflug, Hebeanlagen und Bahnaufbauten — separate Konstruktionsabteilungen und Werkstätten gehörten. 141

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