Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)

Gabrieli Gabriella: Scarbantia – Isis-szentély

Aus der Brandspuren aufweisenden Zerstörungsschicht kommen eine vermutlich dem Osiris dargebrachte Weihtafel und ein kleinerer Altar, auf dessen einer Seite eine Ibis- und auf dessen anderer eine Sistrumdarstellung sowie auf dessen Oberfläche eine fragmentarisch erhaltene Abbildung der schlangenkörperige Fruchtbarkeits­göttin, Serapis Agathodaimön oder Isis Therenutis zu sehen sind. Zu den wenigen erhalten architektonischen Elementen gehören das Fragment eines Kapitelles korintischen Stils und das Stück eines glatten Säulensschaftes. Das Gebäude des Heiligtums selbst konnte noch nicht freigelegt werden. Nur die nördliche Seite seines Podiums ist in einem Profil sichtbar, aufgrund dessen ein Aufgrund der bisherigen Funde erscheint das Heiligtum zur gleichen Zeit errichtet worden zu sein, als das Forum in Stein umgebaut wurde. Am Anfang des 3. Jahr­hunderts wurde es neugebaut. Die im Keller des Klosters freigelegte Tabernenreihe, die auf das 3. Jahrhundert datiert wird, dürfte ebenfalls zum Iseum gehören. 1865 kam der unter Archäologen weithin bekannter Isis-Bubastis Altar in Scarbantia ans Tageslicht, nicht weit entfernt von unserem heutigen Fundort, der bisher das einzige Denkmal in der Stadt war, das mit der ägyptischen Kult verbunden werden kann. Bis jetzt wurde er mit Recht als Denkmal der privaten Gläubigkeit angesehen. Heute können wir aber behaupten, dass auch dieses Stein zum Heiligtum gehörte. Wir nehmen an, dass das Gebiet des Heiligtums von der das Forum im Süden be­grenzenden Bernsteinstrasse her zugänglich war. Es gab also im Herzen der Stadt einen Platz. Neben seinem kleineren Ausmass und seiner vermutlich einfacheren Ausführung unterscheidet es sich auch darin von dem Iseum in Savaria. 90 % des Hei­ligtums liegt noch verborgen unter der Erde, hoffentlich haben wir in den nächtsten Jahren wieder die Möglichkeit, die Ausgrabungen an diesem Bauwerk weiterzuführen. 67

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