Bíró Szilvia - Székely Zoltán: Arrabona - Múzeumi Közlemények 49/1. Tanulmányok T. Szőnyi Eszter emlékére (Győr, 2011)

Tóth Endre: Die ara Augustorum von Pannonien und Pannonia Superior

ARRABONA 2011.49/1. TANULMÁNYOK Priscianus haben Victoria im Jahre 228 n. Chr. in Savaria eine Statue aufgestellt. (SM 67. 10. 122., CIL III 4168 - ILS 7118 - RIU 1 31 = Steind. 68,=LapidSav 71.) Dieses Collegium war — obwohl seine Magister höchstwahrscheinlich aus Sa­varia stammten1 — keine munizipale Körperschaft, sondern gehörte dem Kaiserkult der Provinz. Die Arbeit der Magister wurde von zwei Scriba geholfen. Der Genius der Provinz wird auch auf anderen Inschriften erwähnt.2 Das Collegium des Genius ist jedoch bis jetzt von keiner anderen Stelle bekannt. Ein solcher Collegium tätigte aller Wahrscheinlichkeit nach im Kaiserkultzentrum.3 Über die Tätigkeit des Provinziallandtages sind keine Angaben erhalten ge­blieben, sie wird nicht einmal auf einem Inschrift erwähnt. Wahrscheinlich hat man ihn concilium oder provincia genannt (Szabó 2003) 3. Th. Mommsen hat aufgrund einiger Inschrifte Savaria als das Kaiserkultzen­trum der Provinz Pannonia Superior benannt. (Mommsen in CIL III p. 525.; Deininger 1965,116.; Mócsy 1962,595.) Man kann auf die Stelle des Kultzentrums folgern, wenn ein Oberpriester nicht auf der Stelle seines eigenen Magistratus, sondern auf einem an­deren Platz einen Altar aufgestellt hat. Zwei solche Inschrifte sind in Savaria zum Vor­schein gekommen (LapidSav Nr. 2-5.) (Nummer 2 und 4). Aufgrund von zwei andern, verlorengegangenen Inschrifte (LapidSav Nr. 87-88.) kann man ahnen, dass die Stelle des Kultzentrums in der Stadtstruktur von Savaria gewesen sein konnte. Man hat auf diese Inschrifte nur die Namen der beiden Städte, Siscia und Scarbantia aufgemeisselt. Auf dem Sitz des Concilium ist die Vertretung der provinzialen Städte zwangs­läufig. Es lohnt sich nicht, herumzurätseln, ob die zwei Basen die Stelle der städti­schen Delegierten bezeichnete, oder die Statue der Stadttyche auf ihnen gestanden ist (Deininger 1965,116., Anm. 11.), denn die Dicke und die Ausbildung ihrer obe­ren Oberfläche unbekannt ist. Beide waren am Westufer des Baches Perint, im ehe­maligen Dorf Perint (heute der westliche Teil von Szombathely) aufbewahrt. István Schönviesner hat am Ende des 18. Jahrhunderts diese noch gesehen und auch ihre Zeichnungen mitgeteilt. (Schoenwisner 1791, 51-52.) Der Aufbewahrungsort der Inschrifte ist ein Anhaltspunkt, weil es sich nicht auf dem eingebauten Gebiet der Co­lonia befindet, sondern ausser dem, und sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach in der Nähe zum Vorschein gekommen. Die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts beobachteten beweglichen und un­beweglichen Funde, sowie Ausgrabungen haben einen Erfolg mitgebracht, obwohl man kaum die Detaile der römischen Einbau des Gebietes westlich von der Stadt kennt. Die englischen Reisenden, Jeremiah Milles und Richard Pococke waren in den 1730er Jahren in Szombathely. Sie sind aufmerksam geworden, dass das Dorf Perint so aussieht, als ob es das Forum von Savaria gewesen wäre.4 Der Grund ihrer Meinung kennen wir nicht. Aber ihre Beschreibung passt gut auf das irgendwie um­grenzten und im 18. Jahrhundert noch gut sichtbaren Gebiet des provinzialen Fo­rums. Die Ackerfelder des Gebietes wurden im Mittelalter Stein genannt, woher auch der deutsche Name von Szombathely, Steinamanger stammt. Es ist möglich, dass der Stein die Benennung der Ruinen des Altars war. 360

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