Arrabona - Múzeumi közlemények 31-33. (Győr, 1994)

Enzsöl Imre–Lővei Pál: A magyaróvári volt uradalmi malom és sörgyár építéstörténete az írott adatok és a helyszíni kutatás alapján

Die Geschichte der ehemaligen herrschaftlichen Mühle in Ungarischen­Altenburg ( Magyaróvár ) aufgrund von geschriebenen Daten und Bauforschungen Die sog. herrschaftliche Mühle, die in Altenburg in der Nähe der Altenburger Burg an­gelegt wurde, ist mittelalterlicher Herkunft, doch brachte die im Jahre 1990 durchgeführte Denkmalforschung keine mittelalterlichen Details ans Tageslicht (zu archeologischen Forschungen kam es nicht). Der älteste bis zum 20. Jahrhundert erhal- tengebliebene Teil dieser auf großer Fläche liegenden Gebäudegruppe, ein einstöckiges Nebengebäude wurde 1962-63 abgerissen. Das örtliche Museum bewahrt nur die auf den Anfang des 17. Jahr­hunderts hindeutende Bautafel und den Grundstein des Umbaus aus dem Jahre iy30. Die Pläne der Altenburger Burg und der Befestigung der Stadt während der Türkenzeit sind auf zahlreichen Stadtgrundrißzeichnungen aus dem 16-17. Jahrhundert festgehalten. Die früheste, im Stockholmer Kriegsarchiv auffindbare Zeichnung aus den Jahren gegen 1530, führt schon an beiden Ufern des Fusses die Gebäuden der Mühle an. Der auf der Zeich­nung abgebildete regelmäige Befestigungsplan ist der früheste unter den Befestigungsplä­nen mit regelmäßiger Grundrißzeichnung, der aus der Renaissancezeit in Ungarn bekannt ist. (Der geplante Bau hat sich nur zum Teil realisiert, dann ist er aufgrund voneinander abweichender Pläne fortgesetzt worden). Die Mühle wurde zwischen 1648 und 1671 unter dem Gutsherren der Altenburger Herrschaft Nikolaus Draskovich (II.) dem späteren Landesrichter modernisiert (nach dem der neueren Türkenkriege wurde auch die Burg gegen 1663 wiederhergestellt). Mit diesen Bauarbeiten ist der Bau des dreistöckigen Getreidespeichers, der ältesten auch noch heute stehenden Einheit des Gebäudekomplexes zu verbinden. Auf den aus seinen Wänden fre­igelegten Ziegeln mit der Markierung ND ist das Monogramm von Nikolaus Draskovich zu lesen. Unseres Wissens ist dieses Gebäude von solchem Ausmass das älteste unter den erhaltengebliebenen Wirtschaftsgebäuden in Ungarn. Ahnliche Gebäuden vom gleichen Alter sind bloß außerhalb der heutigen Landesgrenze zu erwähnen: der ebenfalls dreis­töckige Getreidespeicher der Batthyánys aus den Jahren um 1672 herum in Rechnitz im Burgenland. Auf den Fassaden des Gebäudes ist die früheste Mörtelschicht zum Vorschein gekommen, an der Ecke mit Quadrierung. Die Mehrheit der originellen, kleinförmigen Fenster mit Steinrahmen sind auch heute vorhanden. Neben der Mühle wurde im Jahre 1710 eine Brauerei gegründet. In der zweiten Hälfte der 1840-er Jahren wurde an Stelle der an beiden Ufern des Flus­ses stehenden Mühlgebäuden, ein auch über dem Fluß mit einem Etagenflügel verbunde­ner, imposanter Gebäudekomplex errichtet. Im Jahre 1883 wurde er erhöht und mit neuen Maschinen ausgerüstet. Die Mehrheit der während der Modernisierung im Jahre 1911 aufmontierten Maschinen hat mehr als 70 Jahre, bis zur Schließung der Mühle 1989 funk­tioniert. / mre Enzsöl - Pál Lövei 163

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