Arrabona - Múzeumi közlemények 15. (Győr, 1973)

T. Szőnyi E.: Die römischen Brandgräber des Gräberfeldes in der Győrer Kálvária Strasse

DIE RÖMISCHEN BRANDGRÁBER DES GRABERFELDES IN DER GYÖRER KÁLVÁRIA STRASSE Das Gräberfeld, das im Süden der Stadt, die nach Savaria führende Strasse entlang lag, wurde von den 1870-er Jahren an bei den Bauarbeiten der Eisenbahn zum Vorschein gebracht. Auf dem Gebiet von etwa 0,2 qkm kamen keltische und römische Gräber ans Licht. In unserer Publikation werden nur die römischen Brand­gräber behandelt. Leider hat der größte Teil des Materials während des vergangenen hundert Jahren verloren und untermischt. In den Dreißiger Jahren versuchte Elemér Lovas die Systematisierung des Fundes — gestützt auf die Beobachtungen von E. Méry — der bei den Feldarbeiten damals anwesend war. Eine große Hilfe bereitete diese Arbeit von Lovas in unserer Publikation. Die Aufzeichnungen und die aufbewahrten Materialien im Museum, die Mery's Berichte und die Untersuchungen von Lovas waren nur dazu genug die Zusammen­hänge nur einiger Gräber bestimmen zu können; die weiteren Stücke werden als Einzelfunde veröffentlicht. Man kann diese Funde mit den Materialien der Gräberfelder aus Süd- und West­pannonien und von dem „limes" in Paralelle stellen. Auf Grund der vorgekommenen Gegenstände bestimmen wir die Entstehung der Brandgräber von der Zeit Domitianus bis zur Zeit Marcus Aurelius. Im Friedhof sind Gräber mit und ohne Urne zu finden. Bei den Letzteren sollte man den Scheiterhaufen unmittelbar über der Grube errichten, es zeigt sich die Brandspuren auf der Grabsohle und an der Wand, außerdem Holzkohlenrückstände unter den Aschen. Wir wissen im Falle einiger Urnengräber über solches Verfahren nicht, diese Toten wurden vermutlich auf der gemeinsamen Einäscherungstelle ver­brannt. Im Fundmaterial kommen italienische mit Barbotin verzierten Terra Sigillata Gefäße und ihre Imitationen (in zwei Gräber Bl und B2: als Tafelgeschirr) hervor; man kann die norditalienischen garuen Tassen mit Barbotinverzierungen und die Spuren der in Italien gewohnten Bestattung mit Glasurnen- Steinossuarium beobach­ten. Es beweisen sich auf das Kennen der westlichen Importwaren: eine Sigillata Gefäßimitation von La Graufesenque und eine wahrscheinlich aus Gallien stammende prismenförmige Flasche. Übliche, für pannonisches Erzeugnis gehaltene Keramik und Bronzematerial ergänzen die Funde der Brandgräber. Eszter T. Szönyi 67

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