Arrabona - Múzeumi közlemények 12. (Győr, 1970)

Gabler D.: Ein unveröffentliches Steindenkmal aus Sopron

bék, and alluding to the tuba accessories from Intercisa just as to the tubicens men­tioned by Pannonian inscriptions, he concludes that the portrayals of the tuba and the lituus may be connected with the role of those musical instruments in the burial cult, though they also allude to the earlier professions of the deceased. Dénes Gabler EIN UNVERÖFFENTLICHTES STEINDENKMAL AUS SOPRON — Einige Musikinstrumente der pannonischen Besatzung — Noch wurden die sich auf die Geschichte der römischen Militärmusik beziehen­den Denkmäler Pannoniens nicht veröffentlicht. Der Autor möchte mit seiner Arbeit einen Beitrag zu dieser Frage leisten. Er schreibt über die Darstellung von zwei Mu­sikinstrumenten — lituus und tuba — auf pannonischen Steindenkmälern. Die ein­zige lituus-Darstellung erscheint im Feld unterhalb der Inschrift eines Grabdenk­mals. Das Grabsteinfragment war bei der Erschließung eines aus dem 4. Jahrhundert stammenden Gräberfeldes von Scarabantia — auf dem heutigen Deák tér (Platz) — aus Grab Nr. 79 zum Vorschein gekommen, wo es in zweiter Verwendung zusammen mit anderen Steinplatten das Grab überdeckte. Die Inschrift ist fragmentarisch und ihre Datierung auf das 2. Jahrhundert bedingt. Gleichzeitig bereichert sie aber das uns bislang bekannte pannonische Namenmaterial und könnte auch als ein Beitrag zu der Geschichte der Sklavenhaltung in Pannonién gewertet werden. Auf diesem Grabstein ist auch eine tuba abgebildet, zu der die Steindenkmäler von Carnuntum gute Analogien liefern. Die wichtigsten Angaben und Daten über den lituus und die tuba zusammen­fassend, erwähnt Verfasser als die formativ annähernd beste Analogie des lituus das augustinische Kalksteinrelief von Praetoria (?) und die Trompete von Witham. Die tuba vergleicht er mit der Darstellung des Blasinstruments auf dem historischen Relief des Palazzo bei Conservatori. Alle Angaben beziehen sich auf das 1. und 2. Jahrhundert. Gestützt auf die epigraphische Analyse vermutet er, daß die beiden militärischen Musikinstrumente mit einem der Veteranen der legio XV. Apollinaris — die im Leben Scarabantias eine bedeutende Rolle gespielt hatte — in Zusammen­hang gebracht werden kann (alle Darstellungen stammen aus Carnuntum und stehen im Zusammenhang mit der obengenannten Legion). Dann beschreibt Verfasser die einzige pannonische tuba, die sich in Zsámbék fand, berichtet von den Bestandteilen einer tuba, die in Intercisa ans Licht gekommen waren und von den auf panno­nischen Inschriften dargestellten tubiceni. Letztlich kommt er zu der Schlußfolgerung, daß die Darstellung der tuba oder des lituus auf Grabsteinen sich in erster Linie auf die Tätigkeit des Verstorbenen bezieht, könnte aber auch mit der Rolle der Musik­instrumente im Totenkult in Zusammenhang stehen. Dénes Gabler 68

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