Arrabona - Múzeumi közlemények 12. (Győr, 1970)

Lengyel A.: Beiträge zu der Geschichte der Győrer Arbeiterbewegung

1898 traten dreihundert Tischler der Győrer Waggonfabrik in den Ausstand. Bald schon folgten ihrem Beispiel auch zahlreiche andere Werktätige. Die Weigerung der Betriebsleitung, die Überstunden der Belegschaft zu entlohnen, hatte den viertägigen Ausstand ausgelöst. Erst als bei den Schlichtungsverhandlungen die Betriebsleitung die Entlohnung der Überstunden zugesagt hatte, nahmen die Streikenden die Arbeit wieder auf. Um jene Zeit erhielt der Obergespan eine vertrauliche Meldung, daß die Sozi­aldemokratische Partei eine massive Organisationstätigkeit gestartet habe, zu deren Agitationszentrum die Stadt Győr ausersehen war. Daraufhin mußten die Sicher­heitsvorkehrungen noch erweitert werden, was zur Folge hatte, daß am 1. Mai 1899 die feiernden Győrer Arbeiter wieder im Komló-kert zusammenkamen. Den Behörden gelang es weder in der Stadt Győr noch in der Provinz die ge­steigerte agitatorische Aktivität einzudämmen. Die Spannung wegen der Entlassun­gen in der Győrer Waggonfabrik und die Unruhe, die unter den Erntearbeitern herrschte, bewog die zuständigen Regierungs- und Munizipalbehörden neue Maß­nahmen zu treffen, um einer weiteren Expansion der Agitation vorbeugen zu können, „die es nie versäumt, die Lage und Stimmung der Arbeiterschaft für ihre eigenen Zwecke zu nützen". A. Lengyel 20 Arrabona 305

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