Arrabona - Múzeumi közlemények 10. (Győr, 1968)

Környei A.: László Bors

Handelns, des politisdhien Kampfes, der Parteiorganisation wählte. Der Sommer 1918" verging — in Erwartung der Revolution — mit journalistischer Arbeit. Am 1. November 1918 wurde László Bors — nach dem Sieg der bürgerlich­demokratischen Revolution — Mitglied des Sopraner Nationalrates und der Vorsit­zende der Pressekommission des Rates. In den Nationalrat hatte ihn der Soproner Arbeiterrat delegiert, der an diesem Tag zusammengetreten war. László Bors arbei­tete mit «dem Aufgebot aller seiner Kräfte daran, die Positionen des Arbeiterrates audh in der postrevolutionären Zeit zu erhalten und zu festigen. Auf seine Anregung wurde in den ersten Tagen der Revolution die andere Organisation der Proietarmacibt, der Soldatenrat (?) ins Lében gerufen. Sein Hauptziel war, die Errungenschaften der Revolution zu bewahren und die revolutionäre Schwungkraft zu steigern. Er erkannte, daß die Bourgeoisie sidh uni die Schaffung ihrer eigenen Diktatur bemühte. Er nützte seine journalistische Feder, um derartige Bestrebungen zu entlarven. Die Spalte „Spießrutenlaufen" im Blatt der Sozialdemokratischen Partei und des Aribeiterrates „Munkástanács" (Arbeiterrat), die er schrieb, diente diesem Zweck. (Auch andere Spalten der Zeitung veröffentlichten seine Beiträge, und seit dem Februar 1919 war fer der Sdhriftleiter.) Diese Spalte, d. h. die Arbeit von László Bors hatte viel dazu beilgetragen, daß die Arbeiterpartei, bzw. ihre Machtorganisation der Arbeiterrat, nodh redhtzeitig die Gefahren erkannten, die ihnen seitens der reaktionären bürger­lichen republikanischen Partei und des von József Toby geleiteten Transdanubischen Bürgerbundes drohten und so die Ausbreitung ihres politischen Machtbereichs ver­hindern konnten. József Töby z. B. wurde auf die Aufforderung von László Bors vorn Soldatenrat aus Sopron ausgewiesen. Um diese Zeit (seit November 1918) bestanden zwisdhen Bors und der Ungarisdhen Kommunistischen Partei und den Budapester revolutionären Sozialisten enge Beziehungen: Er kannte und propagierte die bol­schewistisdhe Ideologie. Er begnügte sidh nicht mit der Bewahrung der Errungen­schaften der „bisherigen Revolution", er verpflichtete sich die nächste — die koirrumu­nistische — Revolution vorzubereiten, „die jetzt erkämpft werden muß, weil es jetzt möglich ist" (Soproni Tükör, 16. 2. 1919). Doch der Sozialdemokratische Arbei­terrat ermöglichte es ihm nicht, daraufbin gab er die eigene Zeitung Soproni Tükör heraus, die er in den Dienst der Kommunistischen Partei stellte, und dies auch Béla Kun meldete. Das Blatt, das er beinahe vollständig allein schrieb, erschien wöchent­lich in einem Umfang von 16 Seiten; vom 16. Februar 1919 bis zum 23. März 1919 ersdhienen sechs Nummern. Hier setzte er seine Arbeit, die er in der Spalte „Spießru­tenlaufen" begonnen hatte, fort: die Entlarvung der reaktionären Politik und des wirtsdhaftflLich-politisdhen Mißbrauchs; in der Grenzstadt Sopron, in der es von Preistreibern, Kriegsmillionären, Schmugglern und politisdhen Abenteurern wim­melte, gab es Themen in Fülle. Das Ziel seines Strebens war nicht die Bewahrung der revolutionären Errungenschaften, vielmehr „das Schüren des revolutionären Feuers" für die nächste Revolution. Immer häufiger fordert er in seiner Zeitung die Proletardiktatur, die Verbreitung der kommunistischen Ideologie in irgendwelcher Form. In seinem Report über die Soproner Kommunisten (16. 2. 1919) erörtert er den Unterschied, der seiner Auffassung gemäß zwischen der Sozialdemokratie und dem Kommunismus besteht. Es lag ihm weniger daran, die erkämpfte Revolution zu bewahren, er wollte die Proletardiktatur verwirklichen. Auch während des antikomimunistischen Terrors blieb er seinen kommunistischen Prinzipien treu; nadh der Verhaftung der kommunistischen Führer nannte er sich selbst einen Bolsdhewiken und Sozialrevolutionär (23. Februar 1919); in der nächsten Nummer seines Blattes (2. März 1919) bekannte er sidh zu Béla Kun und beschuldigte die sozialdemokratischen Polizisten der Brutalität. László Bors hatte nicht nur als Schriftleiter einer komimunistisohen Zeitung, sondern auch auf dem Gebiet der Parteiorganisation Bedeutendes geleistet; in seiner Wohnung fanden in Sopron die ersten kommunistischen Zusammenkünfte statt; er war es, der die kommunistische Bewegung der Arbeiter, Buchdrucker und Soldaten vereiinheitlidhte. In Vorbereitung auf die Proletardiktatur gelang es ihm, die geplanten Angriffe der Reaktion zu entlarven und so den Feind zurückzuschlagen; indem er mithalf, die politischen Prinzipien und Fronten zu klären, die führenden Kräfte der folgenden Revolution organisatorisdh und politisch einzuschulen, ermöglichte er den unblutigen Sieg der Proletarrevolution in Sopron und hatte somit Großes geleistet, in Sopron das Bedeutendste. Nach der Proklamation der Räterepublik in Sopron (23. März) erhielt er eine 317

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