Arrabona - Múzeumi közlemények 6. (Győr, 1964)
Dávid L.: Die volksdemokratische Revolution im Komitat Győr-Moson 1945–1948
sításához vezet. A munkásosztály vezető szerepe útján valósulhat meg a munkásosztály és a parasztság forradalmi demokratikus diktatúrája, amely utat nyit a polgári demokratikus forradalom proletárf orra dalomba való átnövéséhez. Az a kommunista gyűlés, mely jóváhagyta ezt az elvet, kimondta: „Nem engedjük ki kezünkből a fegyvert, a kalapácsot, az ekét, és erős pártunkkal az élen győzelemre fogjuk vinni a magyar nép ügyét." 148 Dávid Lajos DIE VOLKSDEMOKRTISCHE REVOLUTION IM KOMITAT GYÖR-MOSON 1945—1948 Beginn des 1. Abschnitts: 1945 Diese Arbeit ist der erste Abschnitt der aus drei Teilen bestehenden Studienreihe, die sich die Aufarbeitung der wirtschaftlich-politischen Geschehnisse bis zur Erkämpfung der Proletardiktatur zur Aufgabe gemacht hatte. Der erste Abschnitt bringt die Geschichte des Komitates Győr-Moson von der Befreiung bis zur Auswertung der Parlamentswahlen von 1945. Die Befreiung des Komitates dauerte vom 27. März bis zum 4. April 1945. Den aus zwei Hauptrichtungen kommenden Truppen der 2. und 3. Ukrainischen Front gelang es die in diesem Raum kämpfenden Einheiten der faschistischen Armee zu vernichten. Győr wurde am 28. März, Sopron am 1. April, Mosonmagyaróvár am 2. April von den sowjetischen Truppen besetzt, die am 4. April bereits 20 km tief auf österreichischen Gebiet standen. Die Lage des Komitates in der Zeit der Befreiung. Die infolge des Krieges entstandenen Verwüstungen waren außerordentlich groß. Der Kriegsschaden von Győr belief sich auf 23 v.H; mehr als 50 v.H. seiner Betriebe wurden zerstört, bzw. ausgeraubt; die Brücken der Stadt, die Eisenbahn- und Schiffsstation gesprengt. Der Feind raubte 5/6 des komitatlichen Viehbestandes; das Straßen- und Eisenbahnnetz war vernichtet. Der empfindichste Verlust war aber der Tod von vielen Tausend Menschen: im Zuge der Kampfhandlungen starben in Győr ungefähr 6000 Soldaten; die Zahl der Menschen, die dem bestialen Blutvergießen der faschistischen Rassentheorie zum Opfer fielen, betrug in Győr 5200; die Zahl der nach Westen verschleppten Arbeiter und Jugendlichen belief sich in Győr auf 12 000. Die 25 Jahre des Horthy-Faschismus und der Schreckensherrschaft der Hakenkreuzler hatte das Denken der Bevölkerungsmassen verpestet: Tausende von Faschisten und Volksbundisten und eine große Menge Gleichdenkender war als ein unheilvolles Erbe in diesem befreiten Landteil auf uns überkommen. Dem Wiederbeginnen des Lebens war als Vorbedingung die Gründung der demokratischen Parteien und das Zustandekommen volklicher Organisationen vorausgegangen. Diese mußsten Zehntausende von müden, gleichgültigen Menschen, die unendlich viel Not erlitten hatten, aufrütteln, aktivieren und mobilisieren, um die Produktion wieder beginnen zu können. Zuerst wurde die kommunistische Partei gegründet, der dann die Gründung der anderen demokratischen Parteien folgte: die Socialdemokraten, die Partei der kleinen Landwirte, der Radikalen und der Bauernpartei. Diesen Parteien war das Zustandekommen der volklichen und revolutionären Organisationen zu verdanken: der Nationalkomissionen, der Gewerkschaften und der Betriebsausschüsse. Die Nationalkomissionen beteiligten sich an der Ingangssetzung der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion, bei der Organisierung der demokratischen Verwaltung und am Kampf gegen die faschistischen Volksreste (z.B. bei den Rechtfertigungsverfahren). Zu den Aufgaben der Gewerkschaften gehörte die Wahrung berechtigter Interessen, die Lösung politischer und wirtschaftlicher Probleme. Die Betreibsausschüsse wurden in den kapitalistisch geleiteten Betrieben zu Kontrollorganen der Arbeiterschaft und verfügten über eine gewisse Macht. 148 DSzN II. évf. 18. sz. 246