Szőllősy Csilla - Pokrovenszki Krisztián (szerk.): Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis - Szent István Király Múzeum közleményei. C. sorozat 44. (Székesfehérvár, 2016)
Tanulmányok/közlemények - Régészet - Török Béla - Kovács Árpád - Szücsi Frigyes: Előszállás - Öreghegy és Úrhida - Arany János utca lelőhelyeken feltárt avar kori fokosok elektronmikroszkópos archeometriai anyagvizsgálata és régészeti értékelése
Török Béla - Kovács Árpád - Szűcsi Frigyes: Előszállás - Öreghegy és Úrhida — Arany János utca lelőhelyeken feltárt avar kori fokosok.. Béla Török - Árpád Kovács - Frigyes Szűcsi Die elektronenmikroskopische Materialuntersuchung der awarenzeitlichen Fokosche aus den Fundorten von Előszállás - Öreghegy und Úrhida - Arany János utca und ihre archäologische Bewertung Es ist für die analysierten Fokoschen metallographisch typisch, dass sie aus inhomogenem und unlegiertem Eisen mit relativ niedrigem Carbonatgehalt (0.1-0.5%) gefertigt werden. Die Mitte der untersuchten Durchschnitte besteht im Allgemeinen aus ferritischem Gefüge mit größerer Korngröße. Die Proportion des Perlites wächst gegen die Ränder des Durchschnittes aber die lamellar angeordneten Korne des Perlites sind nur selten fragmentarisch. Im Fall der T-förmigen Breitaxt erfuhren wir eben das Gegenteil, was der Inhomogenität der Luppe zuzuschreiben ist. Alle drei Äxte wurden aus je einer wahrscheinlich inhomogenen Luppe ohne Zusammenlegen und auf hohe Temperatur erhitzt geschmiedet. Sie wurden nicht zu intensiv geschmiedet, aber die Schneiden wurden mehrmals durchgeschmiedet. Das Schmieden lief mit relativ langsamer Abkühlung an Luft. Das Spektrum der untersuchten Einschlüsse wies hauptsächlich auf fayalitische, aus der Verhüttung stammende Schlacke ohne erwähnenswerten Phosphorgehalt hin. Wir haben daneben Einschlüsse gefunden, für deren Herausbildung der durch den Schmied benutzte Sand eine Rolle gespielt hat. Geschichtete Struktur haben wir nicht gefunden. Die Materialuntersuchung schließt die Anwendung dieser Fokosche als Waffe oder Werkzeug nicht aus. Aus den archäologischen Daten können die Folgerungen auf die Funktion verschiedener Fokosche abgeleitet werden. Wir können den kleinen Fokosch des mittel- oder spätawarenzeitlichen Grabes Nr. 56 von Úrhida eher als Kriegswaffe und die ebenso datierte T-förmige Breitaxt des Grabes Nr. 87 dagegen aufgrund der auf westeuropäischen Darstellungen zu beobachtenden Parallelen als Werkzeug bewerten. Der Doppelstreithammer des spätawarenzeitlcihen Grabes Nr. 2014/25 vom Fo. Előszállás — Öreghegy ist ebenso als Waffe deutbar. Vor allem, weil seine Maße mit den Fokoschen verglichen werden können, besonders der auf ähnliche Schaftlänge hindeutende Schaftloch-Durchmesser. 36