Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 29. 1998-1999 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (2000)
Szemle – Rundschau - Fitz Jenő: Norico-Pannonian Autochtonious Town Konferenz, Ljubljana. p. 166–168.
Alba Regia, XXIX, 2000 J. FITZ NORICO-PANNONIAN AUTOCHTONIOUS TOWN. KONFERENZ, LJUBLJANA, 17. - 19. MÄRZ 1999. Veranstaltet vom Institut für Archäologie, des Zentrums für Wissenschaftliche Forschung der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Kunst fand unter slowenischer, österreichischer, ungarischer und kroatischer Mitwirkung eine internationale Konferenz statt, mit dem Ziel einen Überblick über die neuen Ergebnisse der norisch-pannonischen Städteforschung zu bekommen. Aus der Reihe der pannonischen Städte mußten Sirmium und Bassianae ausgelassen werden, denn die serbischen Forschen konnten der politischen Schwierigkeiten wegen an der Konferenz nicht teilnehmen, und wegen anderwärtiger Beschäftigung des dafür vorgesehenen Referenten konnte auch Lauriacum nicht berücksichtigt werden. Die Durchführung der Konferenz war eine ausgezeichnete Idee: Denn die Städteforschung kann keinesfalls von Erfolg gekrönt sein, ohne die Möglichkeit eines Vergleichs mit den benachbarten Siedlungen und ohne Kenntnis der neuen Forschungsergebnisse. Zweifellos werden die Herausgestaltung und Weiterentwicklung, eventuelle Schicksalsschläge jeder Stadt von den örtlichen Gegebenheiten bestimmt. Die Blütezeit und der Untergang eines Gebietes, die zerstörende Wirkung von Kriegen und die örtlichen Gegebenheiten sowie die in größeren Gebieten tätigen Meister und deren Werkstätten machen es möglich, solche gemeinsamen Züge festzustellen, die der lokalen Forschung in großem Maße behilflich sind. Die Tatsache, daß die Forscher der Städte beider Provinzen aus diesem Anlaß erstmals die gesamten Ergebnisse ihrer Forschungen zusammenfaßten, führte zu sehr bedeutenden Unterschieden hinsichtlich des Charakters und der Qualität der Konferenz. Im Falle der Städte, über die durch jahrzehntelange Ausgrabungen auch bisher ein übersichtliches Bild existierte, standen die Stadtstruktur, die das Stadtbild bestimmenden öffentlichen Gebäude und bauliche Fragen in zusammenfassender Form im Vordergrund. Die in den letzten Jahren vorgenommenen Forschungen in der Zivilstadt von Carnuntum führten, unter Vorenthaltung des Standortes des Forums und der beiden Hauptstraßen, zu determinativen Ergebnissen Auch das bisherige Bild von Aquincum wurde vollkommener. Was Gorsium anbelangt, so wurde die Berichterstattung durch die Veränderungen, die in der Deutung der bisherigen Freilegungen eingetreten sind, bestimmt. Demgegenüber wurde man bei den Städten, bei denen ungünstige Bedingungen die Freilegungsmöglichkeiten begrenzten und zur Bestimmung der Stadtstruktur noch keine Möglichkeit bestand, mit der stark detaillierten Darlegung neuer, oftmals nicht viel aussagender Ausgrabungen konfrontiert. Der qualitätsmäßige Unterschied wurde noch dadurch gesteigert, daß - der bisherigen Praxis entsprechend jedem Referenten die gleich Vortragszeit (45 Minuten) gewährleistet worden war: Durch diese Praxis war bei den Forschungen, die zahlreiche Probleme aufwarfen, die Zeit zu kurz bemessen, bei denen mit geringer oder unbedeutender Aussagekraft wiederum führte dies zu übertriebener Detaillierung. Bei den Ausgrabungsdarlegungen lohnt es sich, diese Freilegungen hervorzuheben, die an Orten erfolgten, wo die Forschung bisher höchstens die Existenz einer Stadt vermutete, wie im Falle Mursellas, wo die einzelnen Perioden gut abgrenzbar waren. Der bedeutendere Teil der neuen Ausgrabungen aber bereicherte unsere bisherigen Kenntnisse nur durch weitere Gebäude oder Gebäudeteile und trug nur in verhältnismäßig geringen Maße zum Gesamtstadtbild, zur Geschichte der Siedlung bei. Zu Fragen der auch bisher umstrittenen Städte und zu denen, die nicht an einen Ort geknüpft werden können, ist auch bisher keine Veränderung eingetreten. Über Halicanum und Valcum, zu deren örtlicher Bestimmung und über deren Munizipiumrang in der vergangenen Zeit Versuche unternommen worden waren, wurde, da in diese Richtung keine Forschungen erfolgten, keine Berichterstattung vorgenommen. Zu beiden Straßenstationen fehlen vorerst archäologische Angaben, die die städtische Siedlung beweisen würden, ohne diese bleibt die Deutung 166