Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 28. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1999)
weisen keine bearbeitete Rückseite auf. Möglicherweise handelt es sich um profilierte Deckenfragmente. Die Gesimsplatten können zwar nicht im engeren Sinne zu Grabädiculen gezählt werden, sind aber kaum stärker als die im sepulchralen Zusammenhang erwähnten Stücke. Teile von sehr großer Architektur findet sich also in dieser Gruppe nicht. 2.1 Gesimse mit konventioneller Profilierung (Viertelkehle, Simawelle) 2.1.1 Gesims mit auffällig gut proportionierter Profilierung 95 Eckplatte L: 59,5, T: 31,5, H: 22, bläulicher Kalkstein. Das Stück ist in zwei anpassende Teile gebrochen. Die gut geschnittene Profilierung bildet rechts auf dem kleineren Fragment eine Ecke aus und setzt sich aus einer Viertelkehle sowie einer steilen Simawelle zusammen. Die Oberfläche des Steins ist auffällig fein geglättet. (Abb. 52; Taf. XLI) 2.1.2 Gesimsblöcke mit gestelzter Viertelkehle und kantigen Profilen 23 + 49 Gesimsplatte L: 160, T: 81, H: 20. Die aus zwei anpassenden Teilen bestehende Platte ist auffällig breit und stark, beide Schmalseiten und ein Teil der Profilierung von Block 23 sind abgebrochen. Das Profil besteht aus einer Abfolge von rechten Winkeln. Hohlkehle und Simawelle sind noch an den etwas größeren Winkeln zu erkennen. {Abb. 53, 54; Taf. XLIII) 144 Zwei Gesimsblöcke L: 59; 60, T: 38; 52, H: 20,5. Die beiden Stücke sind an drei Seiten gebrochen und weisen dasselbe Profil auf. Es setzt sich aus einer gestelzten Viertelkehle mit Leiste und einer steilen, gerade ausladenden Simawelle mit Stirnleiste zusammen. (Abb. 53; Taf. XLII) 147 Gesimsblock L: 50, T: 54, H: 20. Die Oberfläche des an drei Seiten gebrochenen Gesimsblockes zeigt im vorderen Bereich eine feinere Bearbeitung. Die sekundäre Mörtelkante zeigt deutlich, daß die Platte aus der Mauer vorsprang und den Fundamentvorsprung bildete. Die Viertelkehle ist eckig abgeknickt und geht mit einer Leiste zu der steilen Simawelle über. (Abb. 53; Taf. XLIT) 167 Gesimsplatte L: 102, T: 77, H: 20. Das Profil setzt sich aus zwei kantigen Leisten zusammen, der üblichen Viertelkehle und Simawelle. (Abb. 54; Taf. XLIIÍ) Aufgrund der gleichen Höhe, der gestelzten Viertelkehle und der hohen, steilen Simawelle dürften die vier Fragmente von einem Bauwerk stammen. Die Ausführung der Profile schwankt. Die Platte 23/49 und 167 fallen durch zwei kantige Profile auf, die beiden Fragmente 144 zeigen gefälligere Krümmungen, das Stück 147 schließlich zeigt mit einer kantigen Viertelkehle und einer mäßig gekrümmten Simawelle beide Ausführungsweisen gemischt. Bei den Fragmenten 144 ist die Simawelle zugunsten der Stirnleiste verkürzt. 2.1.3 Gesimsblock mit Verkröpfung 89 Gesimsplatte mit Verkröpfung L: 157, T: 66, H: 21. Das Profil des Gesimses setzt sich aus einer Viertelkehle und einer Simawelle zusammen. Auffällig ist hier die Verkröpfung der unteren Gesimsleisten, die vielleicht auf einen Pilaster der Wandteile reagieren. Das lange Stück ist in der Mitte schräg gebrochen. (Abb. 55; Taf. XLIV) Der Pilaster ist 35 cm breit, das Profil setzt sich nach beiden Seiten hin fort. Das Stück gehörte aus diesem Grund nicht zu einer kleinen Ädicula, die nur Pilaster in Eckposition besitzt, sondern zu einem etwas größeren Bauwerk mit mehreren Wandfeldern. Da die Rückseite der Platte gebrochen ist und die Auflagerfläche eine Tiefe von max. 50 cm erreicht, stellt das Fragment vermutlich einen Deckenteil dar. 2.1.4 Gesimsblock mit Fries- oder Architravabsatz 163 Gesimsplatte L: 105, T: 64 (Auflagerfläche), H: 26. Das Stück ist an beiden Schmalseiten und nochmals rechts der Mitte gebrochen. Zu der üblichen Profilabfolge mit Viertelkehle und Simawelle kommt hier ein senkrechter Absatz unter der Hohlkehle, der als Architrav oder Fries fungierte. Die Simawelle ist gut proportioniert und gleichmäßig gekrümmt, die Stimleiste sehr dünn. (Abb. 56; Taf. XLIV) 2.2 Gesimse mit abweichender Profilierung 2.2. 1 Gesims mit verkümmerter Viertelkehle 55 Eckplatte L: 134, T: 63,5, H: 18. Die Gesimsplatte ist in zwei Teile gebrochen, die rechte Hälfte (o. Nr.) wurde später gefunden und paßte an. Links bildet das Profil eine Ecke aus, die Schmalseite ist großteils abgebrochen. Das Profil setzt sich aus einer sehr niedrigen, zu einer schrägen Ecke verschliffenen Viertelkehle und der hohen, steilen Simawelle mit Stirnleiste zusammen. (Abb. 57; Taf. XLIV) 2.2.2 Gesims mit verzogener Simawelle 57 Gcsimsplatte L:64, T:59, H: 18,5. Das Profil setzt sich aus einer Viertelkehle und einer sehr weit ausladenden Simawelle zusammen, deren untere Krümmung sehr schwach ausgeprägt ist. Die Simawelle geht ohne Absatz in die Stirnleiste über. (Abb. 58; Taf. XLV) 33