Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 27. 1993-1997 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1998)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Inschriften des Tumulus von Baláca. p. 89–121.

Dienstzeit des primus pilus zwischen der Enkelin des betagten Offiziers und dem zur zweiten Generation der T. Claudii gehörenden Ti. Claudius Caecilianus geschlossen wurde. Das im Namensgut erscheinende cognomen der C[laudia\ R[ —] kann neben R[etonia] aus das in der Familie gebräuchliche R[omana] sein. 5. Die Frage der Herkunft Velina trubus und To[ —] bedeuten den Herkunftsort ­in diesem Fall Tolentinum -, der für die Herkunft der Familie aus Mittelitalien spricht. Die Formulierung der Grabinschriften macht die Herkunft aus Italien unbestreit­bar. Infolge der relativ geringen Zahl der tolentinischen Namen sind im Namensgut keine Beziehungen nach­zuweisen. 6. Lebensläufe Die Inschriften von Ti. Claudius Aper (Nr. 1) und Ti. Claudius Valerius (Nr.2) liefern den unumstößlichen Beweis für den munizipalen bzw. ritterlichen Dienst der beiden. Auch am Grabaltar des Ti. Claudius [—] (Nr.3) können wir Spuren einer munizipalen Karriere entdecken. Valerius, als Befehlshaber einer Auxiliärtruppe, stieg spätestens nach Abschluß seiner munizipalen Laufbahn in der Ritterstand auf, obwohl der Großgrundbesitz von Baláca, einer der bedeutendsten in den beiden Pannonién, den Ritterstand der Familie von vorherein wahrscheinlich macht. Ti. Claudius [—], Mitglied der ersten Generation, bekleidete als Vertreter der örtlichen Aristokratie in Urbs Salvia das Amt eines c/uumvir. Sein vermutlich ältester Sohn, Valerius, spielte im heimischen Milieu in der munizipalen Organisation von drei Städten eine Rolle. Dem folgte die militärische Karriere, die Befehlsführung einer dalmatinischen cohors. Die einzige militia kam in der munizipalen Aristokratie häufig vor, entweder durch Ausnützung der Erlangung des Ritterstandes, oder aus Prestigegründen. Aus der einzigen militia folgt allerdings nicht, daß die weiteren Stufen der ritterlichen Karriere infolge des mittlerweile eingetretenen Ablebens von Valerius unterblieben, obwohl Valerius in den pannonischen munizipalen Organisationen nicht einmal das Amt eines decurio bekleidete. Im neuen Milieu erhielt nur Aper eine Funktion in Savaria und Carnuntum, wo er - soweit wir seine Inschrift richtig ergänzen - sämtliche Stufen der munizipalen Posten absolvierte. Keine Angaben über die Lebensläufe finden sich an den Grabmälern weder des dritten Mitgliedes der zweiten Generation, Ti. Claudius Caecilianus (Nr.4), noch der zur dritten und vierten Generation gehörenden Nachfolger. 7. Datierung Der Text der Grabaltäre liefert in keinem einzigen Fall einen Ausgangspunkt zur Datierung. In der Schreibweise der Inschriften kommen zwei Eigenarten zur Geltung: in keinem einzigen Fall wird eine Ligatur angewendet und kein Wort wird in die nächste Zeile übertragen, ausgenommen den 5. Grabaltar. Doch selbst im Fall der 5. Inschrift ist dies fraglich. Diese Eigenarten sind in Pannonién für die frühen Steindenkmäler bezeichnend. Die Formulierung der Inschriften unterscheidet sich allerdings von der örtlichen Praxis und folgt eher der archaischen italischen Praxis, daher sind die Kriterien auch in bezug auf die Datierung nicht ausschlaggebend. Beim Calavii-Grabmal kommen hingegen dieselben Eigenarten zur Geltung. Auf Grund der vermutlichen ehelichen Bezeihung zur Familie Retonii ist die Datierung auf die Mitte oder zweite Hälfte des 2. Jh. zu versuchen. Ti. Claudius Caecilianus gehörte zur zweiten Gene-ration der Familie, seine Ehe ist auf die Spätphase des antoninischen Zeitalters zu datieren. Seinem Grabstein zufolge gehörte er zur tribus Velina, wurde also noch in Tolentinum geboren, wie sein Vater und sein Bruder Ti. Claudius Valerius (Geburtsort und tribus seines anderen Bruders, Ti. Claudius Aper, sind an seinem Grabstein nicht genannt). Falls er in seinen Zwanzigerjahren heiratete, ist mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß er das Familiengut Baláca in der Zweiten Hälfte des 2. Jh, vielleicht noch vor den Markomannenkriegen erworben hat. Da an den Grabsteinen das Lebensalter der Bestatteten in keinem einzigen Fall angegeben ist, können wir den spätesten Grabaltar, der den Mitgliedern der vierten Generation, Ti. Claudius und Gattin, gestellt wurde, nur mit beiläufiger Rechnung auf die Mitte des 3.Jh. datieren. 115

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