Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Krekovie, E.: Glasierte Keramik aus Gerulata. p. 95–100.
(Salamon - Barkóczi 1970, T. XXI V,4) und KeszthelyDobogó (Sági 1981, Abb. 49,9). Der letztgenannte Fund stammt aus einem Grab, das 18 Münzen der Kaiser Constantius II und Constans enthalten hat. Mit Rücksicht darauf und auf die Begleitfunde aus dem Grab 21 in Gerulata - besonders einer grauen Schüssel mit eingezogener Mündung - wird der erwähnte Krug in die Zeit nach der Mitte des 4. Jhs. datiert. Ein braunglasierter Krug mit hohem Hals und Ausguß aus dem Grab 167, Gräberfeld I (Abb. 2.14) wurde zusammen mit einer Zwiebelknopffibel Typ 4 gefunden, die in die Jahre 350-380 datiert wird (KELLER 1971, 38). Diese Datierung bestätigt der weitere Begleitfund - ein konischer Glasbecher, typisch fur die Jahre 340 - 380 (BARKÓCZI 1988, 80). Auch der analoge Krug aus dem Gräberfeld in Somogyszil ist durch eine Münze des Valentinian ungefähr in diese Periode datiert (BURGER 1979, 36). Becher Im Grab 11, Gräberfeld I, wurde ein grünglasierter Becher - skyphos (Abb.2.12) - zusammen mit einer Münze des Valens gefunden. Dieser Typ ist in den Siedlungen und Gräberfeldern der zweiten Hälfte des 4. Jhs. (Übersicht Bonis 1991, 131) verbreitet. Wahrscheinlich trat er schon etwas früher auf, wie es der Fund aus dem Grab 110 in dem Gräberfeld Somogyszil, aus dem auch eine Münze des Konstantin I aus den Jahren 334 335 stammt, belegt (BURGER 1979, 51). Ein Becher mit drei Henkeln und gelbgrüner Glasur (Abb. 1.4) erinnert typologisch an Krüge, ist aber nur 9,5 cm hoch. Im Grab 1, Gräberfeld I befanden sich zusammen mit ihm auch Glasgefäße, die in die zweite Hälfte des 4. Jhs. datierbar sind (BARKÓCZI 1988, Typ 46, T. VII,91; Typ 175, T: CHI, 480). Dieser Datierung entspricht auch ein ähnlicher Becher, der in dem Gräberfeld Somogyszil zusammen mit einer Münze des Valentinian oder Valens gefunden wurde (BURGER 1979, 40, T, 14). Die letzten zwei Becher gehören zu seltenen Typen und es ist uns nicht gelungen, genaue Parallelen zu ihnen zu finden. Der erste (Abb. 1.2) wurde im Grab 102, Gräberfeld I zusammen mit einem konischen, für die zweite Hälfte des 4. Jhs. typischen Glasbecher gefunden (BARKÓCZI 1988, 80). Ein aus demselben Grab stammender Krug mit eingeglätterter Verzierung beweist die Einordnung in das späte 4. Jh. Den zweiten Becher (Abb. 2.13) aus dem Grab 36, Gräberfeld I kann man nur allgemein in das 4. Jh. einordnen. P. A r t h u r und D. W i 11 i a m s haben ihn als Typ 22 bezeichnet und erwähnen als einzigen weiteren Fund einen Becher mit Fuss aus Günzburg in Bayern (1981,493, Abb. 30,22.1). Flasche Die einzige Flasche wurde im Grab 55, Gräberfeld I gefunden und trägt eine gelbe Glasur (Abb.l. 3). Ein vergleichbarer Fund ist mir nicht bekannt - ein flaschenartiges Gefäß, doch anderer Form, wurde in Ságvár zusammen mit einer Münze des Constans gefunden (Burger 1966, 119). Lampe Aus dem Gräberfeld I in Gerulata kann man noch ein Fragment eines Pferdekopfes mit grüner Glasur, wahrscheinlich von einer Lampe, erwähnen. Ähnliche glasierte Lampen sind schon vom Ende des 2. Jhs. aus Carnuntum bekannt (ALRAM - STERN 1989, 48, T. 38,567), aber auch aus dem 4. Jh. aus Intercisa (Póczy 1957, 90, T. XXIII, 14). Funde aus dem Militärlager Mit Ausnahme des schon erwähnten Fragments mit Schuppenverzierung sind aus dem Gelände des Militärlagers nur wenige glasierte Gefäße bekannt, deren form bestimmbar ist. Sie gehören zu drei Formen, hauptsächlich sind es aber Mortaria mit grüner Glasur. Bemerkenswert ist eine Reibschüssel mit engem Boden (Abb. 2 11). Mit den Reibschüsseln habe ich mich schon am Kongres in Pleven beschäftigt (Krekoviö 1992, 149150) und vor kurzem wurde diese Problematik wieder von É. Bonis (1991, 123-129) zusammengefaßt. Deshalb halte ich es nicht für notwendig, die bekannten Tatsachen zu wiederholen. Was die Datierung betrifft, so wurde bei den Reibschüsseln kein bedeutender Fortschritt erreicht. Einen weiteren Typ der glasierten Keramik stellen die Schüsseln oder Teller mit horizontalem Rand dar. Es sind zwei Varianten bekannt - die größere (Abb. 2.10) und die kleinere (Abb. 1.5). Sie gehören zu den üblichen Siedlungsfunden der zweiten Hälfte des 4. Jhs., obwohl wir sie von Zeit zu Zeit auch in den Gräberfeldern finden (näher Bonis 1991, 129-131). Die nächste Parallele zu den Funden aus Gerulata stellen die Schüsseln und Teller aus Carnuntum dar (GRÜNEWALD 1979, T. 67). Das letzte Gefäß ist ein einhenkeliger Krug mit trichterförmiger Mündung und einem Ring am Hals, mit braun-grüner Glasur (Abb.2.15). Auch wenn das pannonische Material reich an glasierten Krügen ist, ist es nicht gelungen, eine genaue Parallele zu finden. Ein einziger formverwandter Krug, doch ohne plastische Leiste, wird von P. A r t h u r und D. W i 11 i a m s aus Wessling in Südbayern erwähnt (Arthur - Williams 1981, 487). Er wurde zusammen mit einer Münze des Konstantin I gefunden. Der Krug aus Gerulata erinnert aber eher an die unglasierten Typen, die in der frühen 97