Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Die Ttigkeit des Münzamtes von Viminacium. p. 287–301.
Falls das'unter Decius und Trebonianus Gallus tätige Münzamt an Hand der Prozentzahl der vorkommenden Münzen mit der Donauregion zu verbinden ist, liegt es anscheinend auf der Hand, daß es sich um dieselbe Werkstatt handelt, die 248/49 für Pacatianus die antoniniani prägte. Die Geldemission des Gegenkaisers konnte nicht ohne entsprechendem Rohstof, sachkundige Meister und verfügbare Prägestöcke stattfinden. Die Münzprägung von Regalianus in Carnuntum zeigt deutlich die Schwierigkeiten, mit denen die Geldemision ohne eine ausgerüstete Prägestätte kronfontiert ist. Ein Überblick der Pacatianus-Münzen läßt erkennen, daß das Münzamt mit drei officináé arbeitete und zwei Emissionen in Umlauf brachte (RIC publiziert die Münzen von Pacatianus mit zwei Avers-Typen - IMP TI CL MAR PACATIANVS AVG und IMP TI CL MAR PACATIANVS PF AVG -, die zwei Emissionen andeuten. Zur letzteren gehören 3 Revers-Typen CONCORDIA MILITVM, FIDES MILITVM, PAX AETERNA -, woraus auf 3 officináé zu schießen ist). Dies konnte nur dann geschehen, wenn der sich nur kurz haltende Gegenkaiser eine bereits aktive Prägestätte in seinen Dienst stellte, sofort nach der Machtergreifung. Seine Präge war nicht gelegentlichen Charakters, wie dies auch von ihrer weiteren Tätigkeit hervorgeht: auch unter Decius arbeitete sie mit 3 officináé. Die Münzprägung von Pacatianus ist einerseits ein weiterer Beweis dafür, daß die Prägestätte aus der Zeit von Decius und Trebonianus Gallus in der Donauregion tätig sein mußte und mit dem Münzamt von Viminacium gleichzusetzen ist, dem manche Forscher nur die unter Pacatianus und Valerian geprägten Münzen zuschrieben. Andrerseits können wir an Hand der Münzprägung von Pacatianus mit Fug und Recht annehmen, daß in Viminacium bereits unter Philippus antoniniani geprägt worden sind (Göbl 1951,27; Eddy 1967, 88). Phili /. emissio Av.: IMP MIVL PHILIPPVS AVG Rev. AEQ VITAS AVGG VICTORIA AVGG PM TRP V COS III PP ROMAE AETERNAE Av.: M OTACIL SEVERA AVG Rev.: CONCORDIA AVGG Av. : IMP M IVL PHILIPPVS AVG Rev.: PAX AETERNA In der 4. Emission der römischen Münzanstalt wurde die bisher gebräuchliche Umschrift des Avers - IMP M IVL PHILIPPVS AVG - abgekürzt: IMP PHILIPPVS AVG. Auch an den Münzen von Philippus iunior ist die körzere Legende zu finden. Hingegen ist uns eine relative geringe Anzahl von Münzen bekannt, deren Revers der 4. und den darauffolgenden Emissionen angehört, der Avers aber mit dem längeren Text geprägt wurde (Philipppus: RIC, IV)3, 1949, Nr. 103, 103A, 105/A, 106/A, 107, 108; Philppus iunior: Nr. 226, 227, 254. Weitere, im Münzfund von Gorsium publizierte Reversseiten: Frrz 1978, 642). In der Literatur wurden diese Münzen im allgemeinen als Hybriden betrachtet Dem widersprechen jedoch ihre Fundumstände: sie kommen größtenteils in der Donauregion vor oder sind gar nur aus diesem Gebiet bekannt. Dieser Umstand läßt eher den Schluß zu, daß die aus Rom nach Viminacium entsandten Münzpräger mit ihren mitgebrachten Prägestöcken arbeiteten: die neuen römischen Gegenseiten (4. Emission) wurden mit den in Rom nicht mehr gebräuchlichen Aversen (1.3. Emission) geprägt. Diese Vermutung wird durch eine weitere Beobachtung ergänzt. Die mit Viminacium zu verbindenden Reverseiten sind mit zwei Emissionen der Stadt Rom verknüpft, mit der bereits erwähnten 4. und der 7. Die 4. Emission wurde in Rom seit 246 in Umlauf gebracht. Die dementsprechende 1. Emission von Viminacium dauerte von 246/47 bis zum Auftreten des Pacatianus. Die 7. römische Emission ist vom Ende 248Anfang 249 zu datieren. Im Einklang damit wurde die 2. Emission von Viminacium nach dem Sturz von Pacatianus in Umlauf gebracht. Es erklärt sich durch den Aufstand und die Geldprägung von Pacatianus, warum die Münzen der 5.-6. Emission von Rom in Viminacium nicht zu finden sind. Zu Beginn und zu den ersten Jahren der Tätigkeit des Münzamtes von Viminacium sind folgende Münzen zu zählen: ppus RIC 27 b 51 105 A 44b FITZ 1978, 06, Nr, 1117 RIC 227 293