Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Topal Judit: Glasierte Kasselrollengriffe von Pannonien. p. 101–113.

Typ gehört. Hellgrauer Ton, hellbräunlichgrüne, kaum abgewetzte Bleiglasur. 3,8 x 3,7 x 0,9 cm. Inv.-Nr. ТА К 1212. (Abb.5.7). 8. Den Kasserollengriff, der in einer Kaserne der praetentura in Aquincum zum Vorschein gekommen ist, reihen wir der Form nach zu den vorangehenden, vom Gesichtspunkt der Dar­stellung zu einem neuen Typ. (2) Feiner, bläulich­grauer Ton, gelblich-grüne, dicke Glasur. Unter dem Medusenhaupt (Tassinari 1970, Taf. 11/13, VI/25) ein unbekleidetes Kind, vielleicht Amor oder Bacchus. Griff L: 9 cm, Br: 4,5 cm, D: 1,2 cm. Schale Dm: 17,0 cm. Fundort: Budapest, Kórház u. 6-12. Inv.-Nr. BTM Ró 89,1,44 (Abb.6.8). 9. Fragment eines Kasserollengriffes. Auf einem anderen, aus Brigetio stammenden und im Kuny Domokos Múzeum aufbewahrten Fragment ist eher diese letztere Darstellung sichtbar (Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 21). Umrahmt von einem Perlenkranz und sieben Rosetten steht eine verschwommene unbekleidete Figur, die in der linken Hand einen Stab (thyrsus?), in der Rechten eine Kanne hält. Von dem Perlenkranz hängt eine Weintraube herab, die gleichfalls die Darstellung des Dionysos-Bacchus wahrscheinlich macht. 6,5 x 4,5 x 1,0 cm.Inv.-Nr. Ta 712/e. (Abb.6.9). 10. Kasserollengriff. Das Material des dritten, aus Brigetio stammenden Griffes ist fast weißer, feiner Ton mit einer grünlich-gelbern Glasur (Bonis 1990, 28, Abb. 6/2). Die nach rechts laufende, nackte Kinderfigur kann gleichfalls Amor (Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 20) oder Bacchus sein. 4,9 x 4,2 x 0,9 cm. Inv.-Nr. MNM Ró Gyűjt. 78.1893.2. (Abb.7.10). Die übrigen hier vorgestelltem Stiele gehören zu dem gerade abgeschlossenem Griffende. 11. Kasserollengriff. Grauer Ton mit gelblich-grüner Glasur, die infolge des in den oberen linken Zipfel sekundär gebohrten Loches beschädigt wurde. Die Reliefverzierungen sind ziemlich abgewetzt: unten, vor einem Altar(?) steht ein geflügelter Amor mit Kanne in der rechten Hand. Über dem Amor ein stabförmiger Gegenstand (pedum?), darüber eine verschwommene Darstellung. Im oberen Teil des Griffes befindet sich der zum Teil beschädigte Namenstempel FECI / VALMAX = feci Val(erius) Max(imus) (L. Nagy 1945a, 296-297, Abb. 15, Ausgrabung der K. S z i r m a i. Für die Überlassung der Publikation danke ich der Leiterin der Ausgrabungen. Zum Fundort: Szirmai 1989, 259; Glasierte Keramik 1992, 77, Nr. 28 und Abb. 41. links). 11,5x 5,5 cm. Aquincum, Streufund. (3) Inv.­Nr. BTM Ró 30239.( Abb. 7.11). 12. Ergänzte, komplette Kasserolle, die in dem einen Brandschüttungsgrab des frührömischen Gräber­feldes von Győr-Nádorváros (4) (Arrabona) zum Vorschein kam (Bíró 1961, 240, Abb. 5/4, 6/6). Hellgrünlichgelbe, dicke Glasur. Die Darstellungen sind: oben zwei Rosetten (Thomas 1961, 20) oder stilisierte Widderhörner (Tassinari 1970, 128, Abb. 3, Taf. VI/24: Abb. 5/24; eine Lyra, darunter am Rande des Kraters ein pickender Vogel (Rabe/Krähe: Vgl. /f/?o//o-Attribute: Tassinari 1970, 152, Abb.9. - Mercurius-Attribute: ibid., 143, Abb. 4). Unter dem Krater ein nach rechts stehender Bock oder Widder (ibid., Abb. 5; SULTOV 1976, 70.1; KABAKCIEVA-SULTOVA­VLADKOVA 1978, Nr. 192-195). Der Stiel schließt sich mit zwei langschnabeligen Vogelköpfen (Tassinari 1970, Abb. 13), (vielleicht Kranich) an den Rand. H: 6,3 Dm: 13, L: mit Stiel: 21, Bdm: 8,4 cm. Fundort: Győr-Nádorváros, Grab 5. Inv.­Nr. 64.2.27. (Abb. 7.12). 13. Kasserolle. Ein Stück aus Aquincum (L. Nagy 1945a, 297, Abb. 16), das bis heute ohne Analogie steht. Die Oberfläche ist nicht mit Glasur, sondern mit einem dunkelgrauen Überzug bedeckt. Die Seiten wurden mit einem nassen Messer abgeschnitten. Dieses Stück ist offenbar eine lokale Nachahmung der glasierten Exemplare, also die Nachahmung einer Nachahmung. Die Darstellungen sind sehr dicht und kozeptionslos: doppelte Perlenreihe, grobe Buckel, von links und rechts zwei Vögel(?) (Tassinari 1970, Taf. 11/13; VI/25), oben Medusenhaupt, darunter im Kreise 8+1 Rosetten. 10,4 x 6,4 x 2 cm. Aquincum, Gasfabrik. Inv.-Nr. 30255. (Abb.8.13). Im folgenden versuchen wir, den Ort und die Zeit der Erzeugung sowie die Funktion des Gefäßtyps zu bestimmen. Unter unseren vorgeführten Stücken bilden die mit der Luna-Büste verzierten Griffe (7 St.) eine markant abgesonderbare Gruppe, mit Ausnahme des aus Brigetio stammenden kleineren Fragments wurden sämtliche Stücken in Aquincum zutage gefördert. Der in Esztergom verwahrte Griff stammt - unserer Meinung nach - aus Aquincum. Bei diesen 7 Exemplaren fällt die einheitliche Darstellung auf, die unbedingt auf eine ähnliche oder sogar dieselbe Gußform schließen läßt. Und da sich als Fundstelle der Gegenstände in mehreren Fällen gerade •«. Aquincum nachweisen läßt, liegt es auf der Hand, auch ihr Bei Bonis 1990, 24 Fundort irrtümlich Mursa (Osijek-Eszék). Bei Thomas 1961, 24 die zwei Stücke mit VALMAX Stempel sind vertauscht. Bei Thomas 1961, 17, 19, 20, wiederholt irrtümlich Serfözö-Hügel. 102

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