Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 23. 1984-1985 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1987)
Tanulmányok – Abhandlungen - Kiss Attila: Beigaben von zwei Frauengrben der ungarischen Landnahmezeit. p. 127–136.
Alba Regia, XXIII, 1987 A. Kiss BEIGABEN VON ZWEI FRAUENGRÄBERN DER UNGARISCHEN LANDNAHMEZEIT (ALMÁSFÜZITŐ, BUGYI) Von der Fachliteratur ist das Grab von Bugyi-Ürbőpuszta (Bona 1957, 164—165, Taf. XLIII, 1—3) als awarisch bestimmt worden und fand von der Forschung den Landnahmezeit keine Beachtung, ebenso das Grab von Almásfüzitő, da es im Katalog der Völkerwanderungszeitlichen Abteilung inventarisiert ist. I. ALMÁSFÜZITŐ—NAGYKOLÓNIA — SANDGRUBE — FISCHWEIHER Fundumstände und Fundort Nach einer Geländebegehung (MNM Dokumentations abteilung Inv. Nr. VII. 162/1961) berichtete 1959 über diese J. Korek und mir J. Petrovics in einem Brief mit beigefügter Skizze. Der Fundort liegt östlich von der oberen Bahnstation, am Südostende der Siedlung „Nagykolónia" von Almásfüzitő (Kom. Komárom). Das Grab kam bei Sandgewinnung an der Ostseite zum Vorschein, dort wo der Feldweg die Bahnstrecke durchquert (Abb. 1). Wo sich noch Ende des fünfzigen Jahre die Sandgrube befand, wurde Ende der siebziger Jahre ein Fischweiher angelegt. Die Angaben das Grab betreffend und auch die Funde gelangten durch Jenő Petrovics in das Museum. Grabl Orientierung: W-O; T: nicht bekannt. In dem gestörten Grab lagen die Goldbeigaben rund um den Schädel; über dis Lage der anderen Beigaben ist nichts überliefert. Die linken und rechten Unterarmknochen erhielten wahrscheinlich von den Bronze-Silberarmbänder die grüne Patinafärbung. Beigaben: 9 gepreßte Goldrosetten mit Blattverzierung, am Rande der Rosetten Löcher zum Aufnähnen; 2 Bruchstücke von Blatgold Gesammtgewicht: 2, 78 g. 2 ovale Bronzeohrringe; Eisenmesser (Abb. 2). w Abb. 1.: Almásfüzitő. Fundort des landnahmezeitlichen Grabes Aufbewahrungsort: Magyar Nemzeti Múzeum (Ungarisches Nationalmuseum), Völkerwanderungszeitliche Sammlung, Inv. Nr. 62.42.1-3, jetzt Mittelalterliche Sammlung. II. BUGYI—ÜRBŐPUSZTA — SIEDLUNG „JUHÁSZFÖLD" — SCHAFSTALL Fundumstände und Fundort Das Grab beim Bau des Schafstalls in der Flur„Nyihogó" von Bugyi-Ürbőpuszta (Kom. Pest) hat G. Fehér sen. im Herbst 1952 ausgegraben. Es lag unter der Mitte der Nordwand (Magyar Nemzeti Múzeum, Dokumentationsabteilung 5. Ü. L). Ich versuchte 1983 — ohne Erfolg — den Fundort näher zu bestimmen. Grabl Orientierung: W— О, T: 120 cm. Beigaben: „Die 13 Goldrosetten und 1 Goldplättchen waren am Schädel um die Stirne von einer Schläfe zur anderen in eine Reihe angeordnet" (Meldung von Géza Fehér, MNM Adattár 5.Ü.I.). „Die 6 größeren und 7 kleineren Rosetten sind aus dünnem Goldblech gepreßt. 127