Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 22. 1982-1983 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1985)

Szemle – Rundschau - Fitz Jenő: Epigraphica XII. p. 179–180.

Alba Regia, XXII, 1985 J. FITZ EPIGRAPHICA XII 22. Im frühen militärischen Grabsteinmaterial von Intercisa besteht eine auffallende Ähnlichkeit sowohl was die Stilmerk­male der Steinarbeit, wie auch die Formulierung der Inschriften der Grabsteine des Mukus (Erdélyi—Fülep 1954, No. 4.) und des Adnamo (AÉ, 1914, 100 = Erdélyi—Fülep 1954, No. 8.). Möglicherweise wurden beide Inschriften nicht nur in derselben Werkstatt, sondern auch für Verstorbene derselben Truppen­formation hergestellt, was scheinbar auch durch die Reiter­Szenen des zweiten Bildfeldes bekräftigt wird (über die frühen militärischen Grabsteine der Gorsium-Intercisa-Gruppe bereitet László Barkóczi eine Analyse vor). In der Lesung beider Grabinschriften befinden sich auch ungelöste Einzel­heiten. Auf Grund der ähnlichen Formulierung und der auf­fallenden Übereinstimmungen des Stils können beide Inschriften besser gedeutet werden. Die nebeneinandergestellten Texte der beiden Inschriften (nach der Band V des RIU angegebenen Lesung mit Ausnahme der in Frage gestellten Zeile) sind folgende : MULSUS MULSUS ADNAMO Mulsus Aiuisef. an. j XX h(ic) e(st) s(itus) ECOCIN / С Litu(g)enus Aiuise j f. an. XVIII hfic) e(st) s(itus) mil(ites) al(ae) I p(rimae) Fro(n)to(nianae) i(n) c(iuitate) Hferauis­corum ? d(efuncti) j frate(r) Bellicus t(itulum) I p(osuit) m(e­moriae) Ad{i}namo Acuf.Jjti f. XXXX h(ic) e(st) s(itus) I EQVOCIINCEDF / Tibeumus et Mo(n)tanus I h(eredes) deuo(tissimi) pateri suo t(itulum) p(osuerunt) m(emo­riae) Neben der von der allgemeinen Praxis abweichenden Varia­tion der beiden Formeln hie situs est und titulum memoriae posuit ist an beiden Inschriften das Weglassen des Buchstaben N zwischen О und T beachtenswert: Fro(n)tonianae, bzw. Mo(n)tanus. Zur Deutung der auf beiden Grabsteinen befindlichen ähn­lichen Buchstabenzeilen schlug die Literatur folgende Lösung Hekler 1912 Erdélyi—Fülep 1954 h(ic) e(st) (si­tus) Sec. Ocin­clitucenus Nagy 1955 h(ic) e(st) s(i­tus) e(t) Coci­n(ius) Clitu­(g) enus ADNAMO eq(ues) uocfa)t(us) in c(ohortem) e(quitatem) D(almatarum) f(elicem) eq(ues) uocfa)t(us) in c. e. d.f. equ(es) o(ptio) c(ohortis) T(hra­cum) in c(iuitate) E(rauiscorum) d( e )f( unetus ) Die obigen Deutungen zeigen, daß der Text der beiden Inschriften nicht verglichen, d. h. eine gleiche Formulierung nicht vorausgesetzt wurde. Wegen den Übereinstimmungen ist — von kleineren Abweichungen abgesehen — die Trennung der folgenden Buchstabengruppen zu empfehlen: MULSUS EC ОС INC ADNAMO EQV OCI INCE Der dritten Buchstabengruppe kann aus Zeile 5 der Mulsus­Inschrift ICHD zugefügt werden. Diese Lesung — in c(iuitate) E(rauiscorum) dfe)f(unctus) — wurde von der Forschung bereits anerkannt. Die Lesung von equ. bereitet ebenfalls keine Schwierigkeit als equ(es). Offenbar ist die Abkürzung ЕС in der Mulsus­Inschrift ebenso zu deuten. Bei der Deutung von ОС bzw. OCI ist die von T. Nagy vorgeschlagene Lesung o(ptio) c(ohortis) nicht überzeugend. In diesem Falle wäre der im Alter von 20 Jahren verstorbene Mulsus in seiner principalis-Kartiere zu demselben optio Rang gelangt, wie der 40 Jahre alte Adnamo. Jeder der beiden Grab­steine registriert bloß einen — den gleichen — Rang ihrer Kar­riere. Adnamo hätte in einer cohors Thracum gedient, jedoch haben wir unter Domitian von einer solchen Truppe in Nord­ostpannonien keine Kenntnis. Dennoch gehören die beiden Denkmäler ihrem Stil nach zu den o/a-Grabsteinen, was auch aus der Inschrift des Adnamo-Denkmals hervorgeht. ОС bzw. OCI kann nicht als zu equ(es) gehörend betrachtet als eques oc{ ?) werden, ein solcher Rang ist nicht bekannt. Die dem Wort d(e)f(unctus) ähnlichen Ergänzungen 12* 179

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