Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 22. 1982-1983 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1985)

Közlemények – Mitteilungen - Forschungen in Gorsium in den Jahren 1981/82. p. 109–160. t. I–LIII. (Fitz Jenő, Bánki Zsuzsanna, Fülöp Gyula, Jungbert Béla)

Sárvíz auf. Der westliche Rand des cardo maximus ist am Ausfall bei +251 cm, die Fußgängerebene mit Kieselsteinen im Profil 115/835 bei +203 cm. Auf diesem Gelände kamen unter der Ebene des 4. Jh. mehrere Erscheinungen der früheren Siedlung zu Vorschein. Nicht zu diesen gehört das erwähnte Bauwerk mit Pfostenreihe, wo die Pfostenlöcher in die Fußgängerebene mit Kieselsteinen ( +225 cm, 4. Jh.) eingeschnitten wurden. Westlich von diesem Bau, in den Profilen 115—120/840—845, befand sich ein frühes viereckiges Wohnhaus mit abgerundeten Ecken (XXIII. Haus). Abmessungen: 2,8x1,8 m, Richtung: NW —SO. Obere Ebene: in +104 cm, Lehmboden: in +43 cm Höhe. Der Boden war durch zwei Pfostenlöcher durch schnit­ten. Späteren Datums ist der Graben, der das südliche Ende des kleinen Hauses in SW—NO Richtung durchquerte. Östlich des Hauses beträgt die Tiefe des Grabens +82 cm, im Profil 115/840 71 cm: mit dem geringen Gefälle dürfte er als Wasser­graben gedient haben. Die östliche Hälfte eines größeren Hauses kam im Profil 115/840 zum Vorschein. In Richtung NW —SO war es 5,8 m lang, der obere Rand zeigte sich bei +96 cm, der Boden bei +56 cm. Letzterer war durch zwei tiefe Pfostenlöcher durchbrochen, das eine reichte bis +35 cm, das andere bis -25 cm. (Abb. 1—2.J. XL. Gebäude Das XXXi. Gebäude wurde nach seiner vollständigen Er­schließung (Fitz 1983, 202-203, Abb. 2) abgerissen, um das unterhalb desselben befindliche, vermutlich wichtigere frühe Bauwerk (XL. Gebäude) zugänglich zu machen. Zwischen dem XXXI. Gebäude aus dem 4. Jh. und dem XL. Gebäude, welches in den Markomannenkriegen zerstört wurde, kam bereits in der vorangegangenen Grabungsetappe in den Profilen 255/815— 820, im Anschluß an die nördliche Schlußmauer des XL. Ge­bäudes ein kleiner Mauerstumpf mit den dazugehörigen Fuß­boden zum Vorschein. Die Fußgängerebene befand sich in + 171, das Grundwerk der Mauer in +158 cm Höhe. Auf derselben Ebene wurden im Profil 260/805—810 weitere Mauer­und Bodenreste gefunden. Die Mauern umschlossen in westli­cher, südlicher und östlicher Richtung eine kleinere Räumlich­keit, deren Breite (in Richtung SW—NO) 1,9 m, ihre Länge im erhaltenen Teil (in Richtung NW —SO) 3,4 m betrug. In dem von Mauern abgegrenzten Teil befand sich ein Terrazzo­Boden, auf dem die Spuren von Säulen eines hypocaustum zu erkennen waren. Das Grundwerk der Mauern wurde bei + 152 cm, des Terrazzo-Bodens bei +170 cm gemessen. Die westliche Mauer des Gebäudes lag in der Linie des früher ge­fundenen Stumpfes, und so wird es infolge der Übereinstimmung der Höhenangaben und der Mauern evident, daß es sich um die Bruchstücke desselben Gebäudes (XLV. Gebäude) handelt. Das Alter des Gebäudes wird durch die darunter gefundene, zur Zerstörung des XL. Gebäudes gehörenden Schuttschicht eindeutig auf die Zeit zwischen dem Ende des Markomannen­krieges und dem Anfang des 4. Jh. datiert. Nach Beendigung der Freilegung betrugen die Abmessungen der erschlossenen Räumlichkeit des XL. Gebäudes 18,5 X 10,2 m. Diese Räumlichkeit befand sich vermutlich in der südwestlichen Ecke eines größeren Bauwerkes. 1980 fanden wir eine nach N abzweigende Mauer, wodurch die Weiterführung der Grabung nach О bestimmt wurde: An beiden der östlichen Mauer befand sich ein Terrazzo-Boden. Den erschlossenen Innenraum teilten vier große, pyramidenförmige Sockel in der Längsachse in Abständen von 3,5—4 m auf. Auf den Sockeln standen die Holzsäulen der Decke. Einen Teil der östlichen Seite ausgenommen, sind die Mauern des Gebäudes überall in 1,5—2 m Höhe erhalten geblieben, zum Teil rot durchbrannt, wie dies in unserem ersten Bericht über die Erschließung (Fitz 1980, 166) bereits erwähnt wurde. Das ganze Gelände war von einer 1—1,5 m dicken Schuttschicht bedeckt. Außer einer gewaltigen Menge von verkohlten Balken, ausge­brannten Lehmziegeln, abgestürzten Mauerresten sowie kleinerer und größerer Flächen von abwechslungsreichen Fresken kam ein äußerst reichhaltiges Fundgut zum Vorsehen (vgl. Aufzählung des Fundgutes aus dem Jahre 1982): Eisen- und Bronzegeräte, kostbare Bronzegefäße, Krüge, Schüsseln, Prunkgeschirr, Schmuckstücke usw. Das Fundgut stammt eindeutig aus dem 2. Jh., daher ist es ohne Zweifel festzustellen, daß das Gebäude im Laufe der Markomannenkriege zerstört wurde. Aufgrund einer Mauerecke unterhalb des XXXI. Gebäudes wurde das Gebäude zur Zeit seiner Entdeckung bedingt als thermae definiert. Wir konnten darauf aus der Wasserleitung in der dicken Mauer sowie aus der tiefliegenden Fußgängerebene des Raumes schließen. Diese vorläufige Meinung wurde jedoch durch die Freilegung des Raumes nicht bestätigt. Bis zur voll­ständigen Erschließung des Gebäudes sind keine endgültigen Feststellungen möglich, einstweilen scheint es sich mit einiger Wahrscheinlichkeit um den Keller eines größeren, repräsentati­ven Bauwerks zu handeln (eine nahe Analogie kleineren Formats ist aus der Villa von Baláca bekannt). Auf einen Keller läßt das besonders reichhaltige Fundgut schließen; ein Teil desselben — so etwa mehr als 100 fast gleich große gelbe Krüge — war zweifellos in diesem Raum eingelagert. Die außergewöhnlichen, repräsentativen Bronzegefäße, die bronzenen und glasierten Öllichter sowie die Wandmalereien von ähnlich hoher Qualität lassen den Schluß zu, daß das Obergeschoß des Gebäudes ein Saal gewesen sein dürfte, wo die Feierlichkeiten des concilium provinciáé abgehalten wurden, während im Keller die dazuge­hörige Gerätschaft aufbewahrt wurde. (Abb. 3—5.). Östliches Stadttor In Kenntnis der Richtung der östlichen Stadtmauer bezeichne­ten wir in der Linie des decumanus maximus in den Profilen 320—325/795—800 die voraussichtliche Stelle des Stadttores. In den Profilen 320—325/800 kam tatsächlich eine Strecke der durch das Tor führenden gepflasterten Ausfallstraße in +236 cm Höhe zum Vorschein. Unmittelbar neben der Straße entdeckten wir die Spuren einer ausgehobenen Stadtmauer, die das Tor absperrte. Die Mauer endete gegen Osten in einem sich ausweiten­den Halbpfeiler, während die westliche (innere) Seite im Profil 320/795 durch einen größeren Pfeiler gegliedert war. Unmittelbar neben dem inneren Pfeiler begann der südliche Turm, der das Tor zu schützen hatte; die ganze nördliche Mauer dieses Turmes Abb. 2. 110

Next

/
Oldalképek
Tartalom