Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 19. 1979 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1981)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bánki Zsuzsanna: Heiligtum der Iuppiter Dolichenus in Vetus Salina. p. 95–133.
Bronzen An der westlichen Grenze des Heiligtums kamen zwei BronzeSchiingen aus Draht zum Vorschein, in viereckiger Form gebogen, mit gedrehtem Halsteil. Durchmesser der Schlinge: 2—2,2 cm. (Inv.-Nr.: 75.61.5; Fo.: Profil J; Taf. XIII, 8), sowie ein Bronzenagel mit halbkugelförmigem Kopf, viereckigem Querschnitt und verbogenem Schaft (Inv.-Nr.: 75.61.5; Taf. XIII, 9) Bleigewicht Grob abgerundete Kugelform, das (abgebrochene) Hängeglied wurde mit haubenförmigem Überzug an das Gewicht befestigt; wiegt 39 dkg. (Inv.-Nr.: 75.62.23; Fo.: Profil J). Brucheisen Blechstück mit Schaftloch (?) und abgebrochenem Ende (Inv.-Nr.: 75.61.11, Abb. 1711) sowie 2—4 cm breite Bandfragmente, an einigen angebrannte Holzstückchen, alle an der westlichen Grenze des Heiligtums gefunden (Abb. 17\2—4). IV. ZUSAMMENFASSUNG Obwohl der kometenhafte Kult des Iuppiter Dolichenus zahlreiche Denkmäler hinterlassen hatte (nach den zusammenfassenden Arbeiten von A. H. Kan, 1943, und P. Merlat, 1951, ist demnächst die Corpus-artige Aufarbeitung des einschlägigen Denkmalgutes unter Betreuung von E. Schwertheim und M. Hörig zu erwarten), sind dennoch sehr viele, wesentliche Fragen im Unklaren geblieben, und so sind wir in mancher Hinsicht auf Vermutungen angewiesen. Jede neue Erschließung kann daher am bereits bestehenden Gesamtbild konstruktive Änderungen bewirken. Infolge der bedauerlichen Fundumstände (die sowohl wegen des intensiven Ackerbaues als auch des Désintéressements der Menschen oder gerade des durch den Kunstwarenhandel gesteigerten negativen Interesses auch in Zukunft nichts Gutes versprechen dürften) können wir im Falle von Vetus Salina einen verstümmelten Fundkomplex unter die Lupe nehmen. In bezug auf die Tempelausstattung war die Aufstellung eines kompletten Inventars infolge der fehlenden schriftlichen Quellen sowie der Zerstörtheit der bisher freigelegten Heiligtümer nicht möglich. Es wäre vielleicht vertretbar, die Dolichenus-Dreiecke als ein ikonographisches Inventar, als Grundinventar des Heiligtums, und die darauf befindlichen Darstellungen in plastischer Form als Teile des Inventars zu betrachten. Indem wir das Adonyer Fundgut gemeinsam mit den nächstliegenden Funden von Brigetio bzw. Mauer an der Url untersuchen, können wir die plastische Darstellung der zentralen Figuren von Iuppiter Dolichenus und Juno Regina im Fundgut von Mauer (NOLL 1980, 25—32, Taf. 3—7) finden, während sie in Vetus Salina vermutlich zerstört wurde oder verloren ging. Andrerseits zeigt sich hier das Ebenbild des Adlers und des Sol als selbständige Plastik. Letzteres ist als Signum sowohl in einem Dolichenum, als auch unter den vom Kult unabhängigen Fundumständen ein Unikat. Unseres Erachtens dürfte der Tempelausstattung auch ein Luna-Signum angehört haben (im Dolichenum von Brigetio ist eine Sol-Luna-Büste — ein übliches massives Gußstück — zu finden [Láng, 1941, 174]). Außer der Figur an der Spitze des Dreiecks wurde Victoria sowohl in Mauer (NOLL 1980, 33—35, Taf. 8) als auch in Vetus Salina auch als selbständige Statuette entdeckt. Bisher haben wir in Dolichenum-Heiligtümern keine Darstellung der Dioskuren in der Form von Kleinbronzen angetroffen. In Vetus Salina ist ihre Verbindung mit der Pferdestauette (die zugleich auch ein funktionelles Stück ist) bestreitbar. Im Falle eines glücklichen Fundes könnten sie unseres Erachtens in einer von den Platten her bekannten oder ähnlichen Darstellung vorkommen. Der Adonyer Fundkomplex trug zum Gesamtbild des Dolichenum-Materials mit seinem Sol-Signum, einer Pferdestatuette sowie mit der relativ hohen Zahl der (allerdings nur in Spuren identifizierbaren) kultischen Dreiecke bei. Bei der Altersbestimmung der Funde gilt das Jahr 238—239 wahrscheinliches Datum der Tempelzerstörung —als terminus post quem; anscheinend können wir mit einem Herstellungsdatum vor der zweiten Hälfte des 2. Jh. nicht rechnen. 115