Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 17. 1976 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)

Irodalom – Besprechungen - Farkas Zoltán: Barkóczi L. – Mócsy A., Die römischen Inschriften Ungarns (RIU) II. p. 339–343.

stammten, betrachtete der Autor immer als solche von Szőny, unter den Stücken gibt es auch solche, die in Budapest oder in Wien aufbewahrt werden, jene von Tata galten als fraglich. Es ist anzunehmen, daß das Stücke sind, über deren Fundort keine Angaben zur Verfügung stehen, oder aber diesbezügliche Mitteilungen nicht kontrollierbar sind. Vielleicht konnten bisher unbe­kannte Fundortsangaben richtiggestellt werden und die Steindenkmäler werden im nächsten Band veröffent­licht. Jedenfalls gibt es unter den in diesem Band nicht berücksichtigten Inschriften auch solche, von denen der Verfasser in seinem früheren Werk folgendes schreibt : „es ist ganz sicher, daß diese aus Szőny in den Schloß­garten von Tata verschleppt worden sind" (BARKÓCZI 1944 - 51, F. 27. - CIL, III, 4278). Wir können auch den Silvanusaltar F. 181 erwähnen, als dessen Fundort und auch Verwahrungsort Szőny angegeben ist. Jedenfalls wurde bereits im ersten Band des Korpus bei dem Ver­wahrungsort (Győr) die aus dem Jahre 207 stammende Basisinschrift veröffentlicht, über die keine neue Fund­ortsangabe angeführt wird ; in seiner früheren Arbeit — voraussichtlich vom Text der Inschrift ausgehend — wurde vom Autor Szőny als Fundort angegeben (RIU, I, 1972, Nr. 249; BARKÓCZI 1944-51, F, 241 Győr „in der Kathedrale eingemauert"). Bei Bestimmung der Fundorte der behandelten Inschriften können einige Mängel nachgewiesen werden und deshalb wollen wir kurz überblicken, welche Standpunkte von den Autoren vernachlässigt wurden. Die wichtigsten kritischen Bemerkungen wurden be­reits in der Rezension der ersten Lieferung mitgeteilt (Ballá -Farkas 1974, 435-438), an dieser Stelle wollen wir nach der Übersicht der angeführten Probleme weitere Bemerkungen hinzufügen. Das Problem der Transkription. Die meisten Kritiken bemängelten die Transkription des Textes der graphisch und in Fotos veröffentlichten epigraphischen Denkmäler, was von den Verfassern nicht bei jedem Denkmal syste­matisch und konsequent durchgeführt wurde. Es ist allerdings wahr, daß im vorliegenden Band viel mehr Auflösungen und Ergänzungsvorschlage enthalten sind, als im ersten. Besonders charakteristisch ist das beim ersten Teil (A. M ó с s y), worin die Transkription jeder neuen Inschrift angegeben ist. Es ist unumstritten, daß die Transkription jeder Inschrift (zusammen mit den in Kommentaren veröffentlichten Varianten der Lesungen, Ergänzungs- und Auflösungsvorschlagen) die wichtigste kritische Grundlage für die quellenkritische Arbeit des Historikers ist, an die er sich stützen kann, um die in Zeichnung und Foto veröffentlichte Inschrift kontrollie­ren zu können. Die beste Transkription kann der Her­ausgeber des üenkmalmaterials vorschlagen, da er die Stücke aus Autopsie kennt und im Besitz zahlreicher technischer Beobachtungen ist, die die Zeichnung, das Foto und selbst die umsichtig zusammengestellten Kom­mentare nicht ersetzen. Das Fehlen der Transkription der Inschriftentexte zwing andere Unternehmungen der geschichtlichen Quellenforschung und Quellenausgaben — wie z. B. der Corpus Signorum Imperii Romani, dessen Publikation in Ungarn jener des Inschriftenkorpus vor­anging — diese Aufgabe und die Verantwortung der Epigraphiker zu übernehmen. Zeichnungen und Fotos. Es mag übertrieben erscheinen, daß wir unter den heutigen Umständen der riesige technische und finanzielle Probleme aufwerfenden groß­zügigen Unternehmung weitere Verbesserung der foto­graphischen und graphischen Abbildungen wünschen, denn diese haben schließlich einen großen Schritt vor­wärts getan, wenn wir sie mit CIL vergleichen. Die Fotoabbildungen der auch heute zugänglichen Denk­mäler ist zwar viel vollständiger als im ersten Band, trotzdem bemängeln wir mit Recht das Fehlen zahlrei­cher Fotos des vorliegenden Bandes (ungef. 40 Stück). Der größere Teil kann damit begründet werden, daß sie in älteren Publikationen bereits abgebildet sind (schade, daß die Literaturhinweise nur die Seiten, nicht aber die Nummer der Abbildung mitteilt), aber die schon ver­öffentlichten Fotos sind kein Kriterium für die Auswahl des Materials. Es ist bedauernswert, daß zahlreiche In­schriften aus Brigetio, drei aus Wien (Nr. 375, 499, 565), drei aus Budapest (Nr. 490, 525, 588), ferner sechs aus Komárom (Nr. 580, 395, 546, 571, 575, 601; letztere fünf unveröffentlicht), eine aus Győr (Nr, 543), deren Fotos der Verfasser schon in der früheren Arbeit nicht beschaf­fen konnte (1944 — 51), auch diesmal nicht publiziert wurden. Von diesen werden einige sicherlich in CSIR aufgenommen werden. Dieser Umstand begrenzt die Zahl der Fotos infolge des im Vorwort des RIU I (1972, 9) mitgeteilten Redaktionsprinzips wegen der sich in Vor­bereitung befindlichen CSIR-Arbeiten. Es ist jedoch eine weitere Frage, ob alle Stücke darin enthalten sein werden, denn nach den Kommentaren zu urteilen, hat es den Anschein, daß nicht alle den Prinzipien der Selektion des CSITÍ entsprechen. Die nicht abgebildeten Inschriften von Komárom sind jene, die E. Bíró dem Korpus zur Publikation überließ und laut Einleitung des Ab­schnitts über Brigetio (92) können wir ihre Publikation nur später aus seiner Feder erwarten. Was die Dokumen­tation mit Zeichnung und Foto betrifft müssen noch weitere zwei Gesichtspunkte angeführt werden. Wenn aus technischen Gründen die Frontalaufnahme der Steindenk­mäler unter keinen Umständen möglich ist, muß dieser Mangel dadurch ersetzt werden daß in den Kommentaren eine umsichtige Zusammenstellung angegeben wird. Der Mangel der frontalen Abbildung erschwert naturgemäß oder macht es ganz unmöglich, das Foto mit der Zeich­nung zu vergleichen. Der zweite Gesichtspunkt hängt mit diesem Anspruch zusammen: die Quellenkritik muß in jedem Fall die Möglichkeit haben, die Zeichnung mit dem Foto vergleichen zu können. Dazu wäre es nötig (nicht selten wegen der Qualität der Fotos) das Inschrif­tenfeld samt Umrahmung maßproportionell zu zeichnen. Der Umstand, daß der Inschriftenkorpus nur die globalen Abmessungen der Steindenkmäler und die Höhe der Buchstaben mitteilt, ist häufig nicht ausreichend. Im Falle eines fragmentarischen Textes besteht keine Mög­lichkeit festzustellen, wie viele Buchstaben noch am Ende oder am Anfang der Zeilen Platz wäre, wie viele Zeilen noch im Inschriftenfeld zur Verfügung stehen, ferner ob die korrekten Zeichnungen den vollständigen Text wie­dergeben, wenn das gleichzeitig abgebildete Foto selbst oder der Zustand der Steinplastik das nicht ermöglicht. Weitere Probleme der kritischen Bearbeitung des Mate­rials. In der historischen Quellenangabe wurde nicht vollkommen geklärt, welche weiteren Kriterien bei der Bearbeitung — neben Fotos, Zeichungen und Trans­kripton — nicht vernachlässigt werden dürfen. In Anbe­tracht des CIL bedeuten die kurzen, einheitlichen und den modernen Anforderungen der Sprache entsprechen­den Beschreibungen über Ausführung, Material, Zustand und Größe der Inschriftenträger einen großen Fortschritt. Die sorgfältige kritische Auswahl der Hinweise der Fa­chliteratur den Anforderungen auch dessen Beschrän­kung auf das notwendigste ist entsprechend. Die Ein­beziehung und kritische Bewertung der topographischen und forschungsgeschichtlichen Angaben der epigraphi­schen Denkmäler stellen dem CIL gegenüber einen Rück­schritt dar. Dazu gehört auch die Frage der CTX-Faksi­milien. Verständlicherweise bedeutet die topographische Iden­tifikation, die quellenkritische Auswertung des neuerlich zum Vorschein gelangten Materials weniger Sorgen, und sie werden auch entsprechend behandelt. Die Probleme häufen sich jedoch im Moment, wenn es sich bei der Auswertung der Quellen um altes Material handelt, das vor dem Abschluß des CIL III zum Vorschein gekomme­nen ist. Im vorliegenden Band ergibt sich dieses Problem bei einer besonders großen Anzahl von Denkmälern von Brigetio, welche seit W. L a z i u s kopiert werden. Bereits die letzten Kritiken machten auf die Notwendig­keit der Benutzung der alten Literatur, der Erforschung des in Archiven, Bibliotheken aufbewahrten Quellen­340

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