Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 17. 1976 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)

Irodalom – Besprechungen - Mozsolics Amália: Bóna I., Die mittlere Bronzezeit Ungarns und ihre südostlichen Beziehungen. p. 335–339.

tionen" lebten (S. 74). Von Szihalom: „Diese war aber eine Siedlung erst der Hatvan-, dann der Füzesabony­Kultur und wurde von keinem anderen Volk bewohnt" (S. 82). „Die Hängegefäße kann man auch tragen" (S. 46). Die Entwickhing des Blechstils bringt B. damit in Zusam­menhang, „daß das Rohmaterial importiert werden mußte" (S. 48). „Metallgegenstände und Waffen kön­nen nur noch jene ins Grab legen, die die Möglichkeit hatten, sie zu beschaffen" (S. 69). „Dadurch wurde der Speiseplan der Bewohner abwechselungsreicher" (S. 74). „. . . die Schmucksachen zieren die Frauen je einer Groß­familie" (S. 74). „In der Hand der Handelsaristokratie häufen sich Bronzeschätze an" (S. 74). Man kann zur Zeit der Vatya-Kultur kaum von einer „Handelsaristo­kratie "sprechen, auch nicht von einer Aristokratie (S. 75), B. meint nämlich, daß die kleinen Burgfesten zum Schutze der Aristokratie entstanden. — „Die Arbeits­teilung bewirkte in den Siedlungen eine Gesellschafts­schichtung : es gab Ackerbauer, Handwerker, Kaufleute und auf den Kampf spezialisierte Einwohner. Beide letzteren Berufe übte die Sippenaristokratie". B. spricht auch vom „Aufstieg einer Handel treibenden Militär­Aristokratie aus der Sippe" (S. 75). Die Waffenbeigaben, besser die aus Depotfunden bekannten Kurzschwerter, die B. als „Langdolche" bezeichnet, deuten kaum auf eine „Militär-Aristokratie". Die Kurzschwerter von Hajdúsámson und Apa, es sind insgesamt 6 — 7 solche bekannt, gestatten kaum die Folgerung, daß ihre Besitzer „auf den Kampf spezialisierte Einwohner" waren. „Die guten ägäisch-anatolischen Schwerter bezahlten sie ver­mutlich mit Gold" (S. 177). „...Schutzvorkehrungen gegen die furchteinflößende Wietenberg-Gruppe" (S. 177). „Die im Flachland wohnenden und Ackerbau treibendem Nachbarvölker dürften sich vor diesem Volk gefürchtet haben" (S. 177). „Die Aristokratie lenkte Industrie und Handel" ... „kriegerische und räuberische Lebensweise". „In ihren Händen befanden sich große Goldschätze" (S. 176). Von der Vattina-Kultur: „Das Volk unserer Gruppe dürfte Getreide und Vieh in zwei Richtungen exportiert haben. . . Als Gegenwert erhielten sie dort wahrschein­lich Bronze, Gold und Goldschmuck" (S. 187). „...Ein­dringen der Kulturelemente der Ägäis, was vielleicht sogar auf die Existenz einer gesonderten „Priesterschicht" hinweisen könnte" (S. 187). „Auch die „Kultmenschen" mit Rassel und Vogelrassel befinden sich in einer vorteil­hafteren Lage und werden gesellschaftlich verehrt" (S. 223). „Lediglich der Transithandel dürfte der Sippenari­stokratie Gelegenheit zur Bereicherung geboten haben" (S. 223). Zahlreich sind die Übersetzungsfehler. Es seien einige Beispiele herausgegriffen: „erhöhte Gebiete" (S. 17), wahrscheinlich ist eine Anhöhe gemeint; „Hockerstel­lung" statt Hockerlage (S. 17); „Abdeckung der Gefäße mit den Aschen" (S. 17), unverständlich. „Die Phase zerfällt in drei Stufen. Die erste ist die Spät-Kisapostag­Phase in Transdanubien" (S. 32). „Panflötenförmige Zier­den sind aus vier Röhren zusammengesetzt" (S. 49), „aus Tierzähnen und Klauen zusammengestellte Perlen­schnüre" (S. 56, „Klauen" waren in Perlenschnüren nicht gebräuchlich) ; „schwalbenschwanzförmige Anhänger" (S. 56 und an mehreren Stellen). Die Enden des Schwalben­schwanzes sind nicht zu flachen Spiralen eingerollt. „Tu­tuli in Kugelabschnittform" (S. 69); es sind wahrschein­lich die kalottenförmigen Knöpfe gemeint. „Nadel mit Pilzkopf" (S. 71), anstatt Kugelkopfnadel. Im Goldfund von Gófalva waren zwei verschiedene Typen vertreten. Man weiß nicht, welcher Typus gemeint ist. „Schaftlochäxte vom Cófalva-Typus", „Streitaxt vom Cófalva-Typus" (beide Namen auf S. 71). S. 168, 175 und an mehreren Stellen werden Noppen- und Lockenringe verwechselt. Zu den Funden von Cófalva und Somogyom gehörten Lockenringe. Im ganzen Buch findet man keine einzige Maßangabe, weder nach dem Metersystem, noch Maßstäbe bei den zahlreichen Tafeln und aus den Abbildungen sind die Größen Verhältnisse nicht zu entnehmen. An manchen Bildern sind auch Stücke von Urnen oder anderen Gegen­ständen verstümmelt abgebildet (Taf. 21, 16 unten; 23, 11 rechts; 31, 5, 13 — 14; 32, 5 an beiden Seiten; 40, 8 oben; 69, 7, 14, 19; 72, 2, 5, 8 oben; 83, 1-2, 5-9, 10-11; 143, an beiden Seiten der Tafel; 182, 1, 6; usw.). Was in der Arbeit an meisten fehlt, ist die klare Vor­lage des Materials, wobei auch die Funde auf ihre Ver­läßlichkeit hätten geprüft werden müssen; z. B. Hernád­kak u. Megyaszó. Bei vielen Funden sind wir überaus schlecht über die Fundumstände unterrichtet. Dies alles hätte mit aller Deutlichkeit hervorgehoben werden müs­sen. Häufig wird mit Literatur- und Tafelhinweisen gespart. Schade auch, daß dieses große Buch kein Sachregister enthält. Ohne genauere geographische Bezeichnungen (Komitat, eventuell auch Bezirk) muß man beim Lesen ein Ortsregister zu Hilfe nehmen. Eine knappere Dar­stellung und ein zusammenfassendes Kapitel der Ge­schichte, der Gesellschaft und der Wirtschaft hätte einen besseren Überblick über die „Mittlere Bronzezeit" ge­sichert. Vor zwei Jahrzehnten wäre das Buch für die Forschung in mancher Hinsicht anregend gewesen; die neueren Forschungen haben viele Feststellungen und Hypothesen, die „Zusammenfassung der Forschungen bis zum Jahre 1958" kaum bestätigt. B. bemühte sich, bei der Bearbeitung des Materials die verschiedensten Standpunkte zur Geltung zu bringen : so z.B. die Entwicklung der materiellen Kultur, des sozialen Aufbaues usw. Manche Mängel sind dem Forschungsstand der fünfziger Jahre zuzuschreiben. Wissenschaftshisto­risch ist das Buch interessant und wichtig, man gewinnt nämlich einen Überblick auch über ältere Forschungen. Alle, die sich für die Bronzezeit Ungarns interessieren, werden das Buch zur Hand nehmen, da B. aufzahlreichen Abbildungen und den 281 Tafeln ein sehr großes, größten­teils unveröffentliches Material für die weitere Bearbei­tung zugänglich gemacht hat. A. Mozsolics BIBLIOGRAPHIE Bona 1958 Bona 1960a Bona 1960b Kovács 1969 KOVÁCS 1975 I. BONA, Chronologie der Hortfunde vom Koszider-Typus. AArchHung, IX, 211 — 243. I. BONA, Az oroszvári 4. sír melldísze (The Pectoral Ornament of the Female Qrave 4 at Oroszvár). AÉrt, LXXXVII, 198-205. I. BONA, A korai és középső bronzkor története Magyarországon és a Középdunameden­cében. (Geschichte der frühen und mittleren Bronzezeit in Ungarn und im mittleren Donaubecken). RégDolg, II, 45 — 66. T. KOVÁCS, A százhalombattai bronzkori telep (The Bronze- Age Settlement at Száz­halombatta). AÉrt, XCVI, 161-169. T. KOVÁCS, Tumulus Culture Cemeteries of Tiszafüred. RégFüz, II/17. 338

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