Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 16. 1975 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bóna István: Arpadenzeitliche Kirche und Kirchhof im südlichen Stadtgebiet von Dunaújváros. – Árpád-kori templom és temető Dunaújváros déli határában. p. 99–157.
In Malom falva— (Moresti) — Csitfalva wurden in den 24, südwestlich der 1952 erschlossenen Kirchengrundmauer freigelegten, teilweise übereinandergeschichteten Bestattungen Münzen von Stephan II (1116-1131, - CNH I. 36) und Bela II (11311141), große, mittelgroße und kleine Haarringen, glatte und aus gedrehtem Draht hergestellte Fingerringe, Haarnadeln mit vollem und hohlem Kopf, und eine Eisenschnalle gefunden. In drei der 1954 nordöstlich der Kirche freigelegten, übereinandergeschichteten, 31 Bestattungen (Gräber 8, 9 und 12) fand man weitere Haarringe mit S-Enden und Münzen in schlechtem Zustand (offenbar aus dem 12. Jahrhundert)( 42 ). Auf obige Angaben gestützt datiert K. H о г e d t die Kirchhöfe von Marosszentkirály (Sîncraeni de Mures) und Csapószentgyörgy (Sîngeorgiu de Mures), in denen Haarringe mit S-Enden gefunden wurden, auf das 12. Jahrhundert( 43 ). In der Publikation der Ausgrabungen bei Mohács — Csele-patak schreibt G. Fehér jr.: „Einen Haarring mit S-Ende fanden wir im Grab 45. — „Selbstverständlich will das nicht bedeuten, daß der Kirchhof bereits im 11. Jahrhundert belegt worden wäre, wie dies manche Forscher, einzig aufgrund der Haarringe mit S-Enden, im Falle von einigen anderen Friedhöfen — unrichtig — annehmen "( 44 ). Die Angaben und Ansichten sind beachtenswert und geben zu denken. Dennoch hatten sie keine richtige Bedeutung, da ihre Mehrzahl in nur schwer zugänglichen Meldungen, Sonderausgaben, vereinzelten Berichten, in Kleindruck versteckt oder nur als Anmerkungen erschien. Die Gräber mit Haarringen waren nur in zwei Fällen direkt durch Münzen datiert (Kaszaper, Kardoskiit-Templomdomb), aber nur vom Beginn des (42) K. HORKDT und Mitarbeiter: tyantierul Moresti, SCIV IV, 1953, 293—295, Abb. 14—16 (Plan der Grabungen, Funde). ID., SCIV VI, 1955, (551—654; IB. Daeia I, 1957, 308, Abb. 4, 1. K. HOREDT, Untersuchungen o. c. 144. — Über die Münzen der Ausgrabungen, s. noch POPESCU, О. C, — Die bloß durch einige Forschungsgräben erschlossene und vermessene, ziegelfundierte Kirche ist wegen ihrer Abmessungen (Länge 20, Breite 8,50 m) und ihres Grundrisses (schmaler Chor mit abgerundetem Ende) als frühgotisch zu betrachten, wie dies K. Horedt festgestellt hat. Auch laut Horedt begannen die Bestattungen im Kirchhof (sogar nicht in nächster Nähe der Kirche!) zu Beginn des 12. Jahrhunderts und wurden bis ing 15.—16. Jahrhundert fortgesetzt, was auch durch Münzen bestätigt wird. Die nur in ihrem Grundriß erforschte Kirche war offenbar hier nicht die erste, da man unter der frühgotischen Kirche eine, noch nicht erschlossene Kirche aus dem 12. Jahrhundert vermuten kann. (43) K. HOREDT, Untersuchungen o.e., 145—146.—Sonst diese Angaben sind aus unserem Fundkataster der frühen Arpadenzeit ausgeblieben. (44) G. FEHÉR, jun., о. c, 277, — wo er sich mit der in unserer Anm. 31 zitierten Anschauung von A. Bálint auseinandersetzt. In seiner deutschen Zusammenfassung kommt er leider nicht auf diese wichtige Feststellung zu sprechen. 12. Jahrhunderts (Stephan IL) Kaum konnte dies anders aufgefaßt werden, als daß es vereinzelte weiterlebende Fälle waren, Bestattungen sehr alter Frauen in rückständigen Gegenden. Die Mehrzahl der Münzen wurde nicht mit den Haarringen in Zusammenhang gebracht ; mit ihnen wurden die Gräber aus dem 12— 13. Jahrhundert, die vermeintlich keine Beigabe enthielten, datiert. Dies war die Lage, als die Chronologie der Haarringe auf die Angaben der Reihenfriedhöfe gestützt, erneut ausgearbeitet wurde. Chronologie der Haarringe mit S-Enden in den Reihenfriedhöfen In der ersten Vorbericht (1954) des Friedhofes von Halimba-Cseres aus dem 10— 12. Jahrhundert, charakterisierte Gy. Török die einzelnen Phasen durch münzdatierte, signifikante Grabinventaren( 45 ). Das Material und die I llustrationen hatte er derart gewähl t , daß die Differenzen auf den ersten Blick ins Auge fallen. Die aus dünnem Bronze- oder Silberdraht gebogenen Haarringen mit S-Enden treten in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts auf( 46 ), in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts spielen sie jedoch — augenscheinlich — bereits eine untergeordnete Rolle. In der erste Hälfte des 11. Jahrhunderts dominieren die Haarringe aus dickem Draht, mit zerhämmerten Enden( 47 ). Die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts wird ausschließlich durch dicke Haarringe mit gerippten Enden charakterisierte 18 ), welche in Halimba noch in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts weiterleben. Török betont zwar, daß „im 12. Jahrhundert die verschiedenen Typen der bisher bekannten Haarringe mit S-Enden gemischt vorkommen"( 49 ), und hält die größere Form der einfachen, aus dünnem Draht gebogenen Haarringe gerade für diese späte Epoche charakteristisch. Die Rolle und Bedeutung der mit diesen zusammen vorkommenden kleinen und mittelgroßen Haarringe aus dünnem Draht kommt jedoch nicht in seiner Publikation, geschweige denn in seiner Tafel zur Geltung( 50 ). Da er kein Beispiel für den fortlaufenden Gebrauch der dünnen, kleinen Haarringe in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts anführt, könnte es den Schein haben, daß diese von der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts an bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts in Mode waren. Dieser Anschein wurde noch verstärkt, durch das einzige münzdatierte Grab 254 (Bela II), welches einen dicken Haarring mit S-Ende enthielt, was er als Beispiel anführt. Das einfache und klare, durch Münzen untermauerte Schema von Török über die Entwicklung der Haar(45) Gy. TÖRÖK, FolArch, VI, 1954, 95—105. (46) Ibid., Taf. XXIV. 5—6. (47) Ibid., Taf. XXV. (48) Ibid., Taf. XXVI. (49) Ibid., 100—102. (50) Ibid., Taf. XXVII. 130