Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 12. 1971 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1972)
Szemle – Rundschau - Fitz Jenő: Clodius Celsinus und die Revolte in Viminacium. XII, 1971. p. 249–253.
CLODIUS CELSINUS UND DIE REVOLTE IN VIMINACIUM Die Deutung einer Inschrift aus der Umgebung von Aquincum (A. ALFÖLDI, Epigraphica. Pannónia 1, 1935, 280-284; AÉ 1935, Nr. 164; R. EGGER, Eine Revolte im Lager von Viminacium. Serta Hoffilleriana, VHAD 18-21, 1937-40, 219-224; AÉ 1949, Nr. 201) kann noch immer nicht als endgültig betrachtet werden, obgleich dieser Hinweis auf eine Thronstreitigkeit Mitte des 3. Jh. von der Wissenschaft bereits wiederholt behandelt wurde. Die jüngsten Forschungen haben aus der damaligen Geschichte des Donaugebietes mehrere neue Zusammenhänge zum Vorschein gebracht, die uns veranlassen dürften, die Deutung der militärischen Aktion des Clodius Celsinus zu überprüfen und möglicherweise den Kreis der annehmbaren Erklärungen etwas enger zu ziehen. R . E g g e r liest die Inschrift wie folgt : Marti Gradiuo, quem aput leg(ionem) VII Gl(audiam) / tempore, quo ad eradendum nomen / saeuissimae dominationis I missus, cum uexillationes / Moesiae Inferioris uoltus hh(ostium) pp(ublicorum) / [de vexillis et can] tabris I [ultro detra] here nollent / [auctores imjprosperi conatus I [coercebat], congressione / [facta prima] in acie constitutes / [implorauejrat, Clodius Celsinus / [p(rimi)p(ilaris) ? dat, quod commil/ito uouerat. Die uexillatio von Nieder-Moesien weigerte sich, die Bildnisse von zwei oder mehreren, für hostes publici erklärten Herrschern zu entfernen. Clodius Celsinus, der mit der Durchführung der damnatio memoriae beauftragt wurde, verschaffte der Anweisung mit Waffengewalt Geltung. Als Anhaltspunkt zur beiläufigen Datierung der Aufstellung dieser Inschrift dient eine inschriftliche Tafel aus Ulcisia Castra: aufgrund der Identität der Lettertypen und Abkürzungen ist mit Gewißheit anzunehmen, daß beide Steine in derselben Werkstatt von Aquincum gemeißelt wurden. Die Inschrift aus Ulcisia Castra wurde unter Philippus aufgestellt (B. KUZSINSZKY, Unveröffentlichte römische Steindenkmäler in Szentendre. AErt 43, 1929, 48-51, 325-326.). In der Deutung der Inschrift vermochte die Wissenschaft in den beiden wichtigsten Fragen keine einheitliche Meinung zu bilden: a) wo hat sich der von Clodius Celsinus geführte Zusammenstoß abgespielt, und b) wann? A. Alföldi, der die Inschrift veröffentlichte, vetrat die Meinung, die legio VII Claudia sei auf der Seite des siegreichen Kaisers, Moesia Inferior hingegen auf der seines Gegners gestanden. Der letztere soll gerade in Nieder-Moesien den Purpur angelegt haben, doch ist es auch möglich, daß sich die Streitkraft der Provinz einem orientalischen Usurpator angeschlossen hat. Er selbst neigte zur letzteren Variation und brachte das in der Inschrift erwähnte Ereignis mit der Aktion der Söhne des Macrianus aus dem Jahre 261 in Zusammenhang (о. c, 283-284).). Eine ähnliche Ansicht vertrat auch A. STEIN, Die Legaten von Moesien. DissPann 1/11, 1940, 105. In der Rekonstruktion der Ereignisse stützte sich R. Egg er auf drei wichtige Momente: 1. Da Clodius Celsinus seine Inschrift in Aquincum aufgestellt hatte, ist anzunehmen, daß er dem Verband der legio II Adiutrix angehörte; 2. In den liostes publici sind zwei Kaiser zu sehen, die längere Zeit regierten, und nicht etwa gelegentliche Usurpatoren, denn die Bildnisse der Letzteren konnten kaum in den Heiligtümern der Lager gewesen sein. Im Licht dieser Feststellung ist es unwahrscheinlich, die Ereignisse mit Macrianus in Zusammenhang bringen zu können; 3. Der bewaffnete Konflikt ereignete sich aput leg(ionem) VII Cl(audiam), d. h. in Viminacium. Zum betreffenden Zeitpunkt mußte sich die uexillatio von Nieder-Moesien hier aufgehalten haben. Nach der Hypothese von R. E g g e r müssen wir in den für hostes publici erklärten beiden Kaiser Maximinus Thrax und dessen Sohn, Maximus, sehen: im Jahre 238, als die beiden bei Aquileia getötet wurden, war die Mission des Celsinus gegen die dem Maximinus treu gebliebenen Verbände gerichtet, die die nach Aquileia verlegte legio VII Claudia in Viminacium zu ersetzen hatten (о. c, 222 — 223 ; diese Datierung und Erklärung wurde auch vor R. SAXER übernommen: Untersuchungen zu den Vexillationen des römischen Kaiserheeres von Augustus bis Diokletian. Epigraphische Studien 1, 1967, 51, Nr. 92). In der Beurteilung der Ereignisse betont A. Radnóti die Bedeutung des Fundortes der Inschrift : Clodius Celsinus ließ Denkmal offenbar am Tatort aufstellen, und gedachte seiner Heldentat nicht erst nach seiner Heimkehr. Die militärische Aktion, meint Radnóti, fand unter Aemilianus statt, der Ausdruck hostes publici dürfte sich auf Trebonianus Gallus und Volusianus beziehen. Clodius Celsinus führte seine Expedition im Jahre 253 gegen die Legionen von Pannónia Inferior, die dem Trebonianus Gallus die Treue hielten (A. RADNÓTI, Silver Bust of Trebonianus Gallus from Brigetio. FolArch 6, 1954, 60-61, 204; Ebenso: R, HANSLIK, 249