Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 12. 1971 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1972)
Szemle – Rundschau - Balla Lajos: Numerus Maurorum Hispanorum in Dazien. XII, 1971. p. 245–247.
also am ehesten in den 170er Jahren, vielleicht unter Commodus, Septimius Severus oder Caracalla nach Dazien gekommen sein. Die Verstärkung des exercitus Dacicus mit neuen Verbänden war infolge der militärischen Lage Daziens nach Antoninus Pius, während der Markomannenkriege geboten, als die inneren Bezirke der Provinz wiederholt zum Kriegsschauplatz wurden, ebenso auch wegen der gespannten innen- und außenpolitischen Lage unter Commodus sowie zur Zeit der Reorganisierungen und Kriegsereignisse unter Severus. (vgl. L. BALLA, Some Problems of the History of Dacia in the Severan Age. ACD 7, 1970, S. 61-66, weitere Literatur.). Da das früheste datierbare inschriftliche Denkmal der Soldaten des numerus auf 212/222 anzusetzen ist, mußte die Truppe in der späten Antoninus- oder der frühen Severus-Zeit in die dazischen Provinzen gekommen sein. Der Umstand, daß die uns bekannten Soldaten des numerus (M. Aur. Alexander, Aelius . . . ) sicherlich oder vermutlich keine Afrikaner waren, scheint die vorangehende Feststellung zu bestätigen (vgl. Soldaten mit thrakisçhen Namen in numerus Palmyrenorum Tibiscensium : AÉrt 32, 1912, S. 274. usw.). Aufgrund ihrer Namen ist es wahrscheinlich, daß sowohl die Befehlshaber als auch die Soldaten des numerus dazische Provinziellen (Orientalen) waren: bis zur 1. Hälfte des 3. Jh. war also die Mannschaft gründlich ausgetauscht. In Ampelum, dem administrativen Zentrum der Goldminen des Siebenbürgischen Erzgebirges, ist die Stationierung bewaffneter Verbände seit 161 nachweisbar (vgl. CIL, III. 1295, п. с 161., 7833-1289: bf. proc; CIL, III, 1318: P. Helvius Primanus; CIL, III. 1317: M. Aur. Antoninus; milites leg. XIII geminae. AL. POPA — I. BERCIIT, о. с, S. 997': Aur. Gai(us) bf. cos. п. с 238 - 244. und die Inschriften von n. M. H. oben); von den Forschern wurde schon öfters die Möglichkeit erwogen, daß das Bergbaurevier in den Jahren 166/167 von einem schweren Angriff der Barbaren heimgesucht wurde (vgl. L. BALLA, AÉrt 92, 1965, 147.; A. R. BIRLEY, о. c, 205.). Aber selbst wenn die meisten Mitglieder des collegium lovis Cerneni (vgl. CIL, III. p. 925. no. I.) nicht infolge einer feindlichen Invasion geflohen waren bzw. die erhalten gebliebenen Wachstafeln nach dem 29. Mai 167 versteckt wurden (vgl. CIL., III, p. 949. no. XII), so steht doch fest, daß die Verhältnisse im Bergbaurevier seit der spät-antoninischen Zeit die Anwesenheit einer ständigen Garnison erforderten (vgl. L. BALLA, о. c, ACD 7, 1970, s.a.). Der Altar, den der Präfekt Aur. Redux der Fortunáé reduci errichtete, läßt — zusammen mit anderen Denkmälern des numerus — mit Gewißheit annehmen, daß der numerus Maurorum Hispanorum im 3. Jh. längere Zeit hier stationiert war. Die sigla D, die von den publizierenden Autoren als d(onum) entziffert, wurde, sollte eher auf D(eciani) ergänzt werden, dürfte also als Abkürzung des ehrenhaften Attributs gelten, das der Truppe von Traianus Decius verliehen wurde (vgl. C. DAlCOVICIU, o. c, S. 377.; ID., Neue Mitteilungen aus Dazien. Dacia 7-8, 1937 - 1940, S. 328.). Die Buchstabenformen des Altars von Ampelum widersprechen nicht dieser relativ späten Datierung (vgl. AL. POPA - I. BERCIIT, о. с, S. 1007. datieren das Steindenkmal vom Beginn des 3. Jh.). Die Angaben bzgl. des numerus vorn Ampelum, dies also nicht früher als Ende des 2. Jh. datiert werden können, stimmen mit jenen inschriftlichen Denkmälern überein, die das Kampieren folgender Truppen bezeugen : in Bucium an der Mieresch (Orästioara de Sus) ein numerus exploratorum Oermanicianorum (Tabula Imperii Romani Aquincum — Sarmizegetusa — Sirmium, L. 34 Budapest, S. 41, s. v. Bucium.; N. GOSTAR, o. c, AMN 6, 1969, S. 493 — 501.), in Germisara ein numerus Brittonum (Tabula Imperii Romani 60. s. v. Germisara. ; N. GOSTAR, Contributii la Cunoasterea regiunii Hunedoara 3, 1956, S. 68—71.), in Sacidava ein numerus Palmyrenorum (s. oben), südlich von Apulum sowie in Racari (Dacia inferior) ein n(umerus) M(aurorum) S( . . . ) (D. TITDOR, Oltenia Romanä. 3 Bucuresti 1968, S. 352). Keines der Denkmäler dieser letzteren Verbände kann vor Mitte des 2. Jh. datiert werden. Die Entwicklung dieser inneren Lager bzw. Garnisonen kann mit jenen Kriegsereignissen in Zusammenhang gebracht werden, die auch den Hintergrund zur militärischen Reorganisierung unter Marcus und Severus bildeten. Die inschriftlichen Angaben, die die Geschichte des numerus Maurorum Hispanorum D(ecianus ?) erläutern, bedeuten, nebst beachtenswerten hispanischen Zusammenhängen, zugleich einen charakteristischen Beitrag zur Geschichte des eigenartigen Verteidigungssystems der très Daciae, das in Bezirke aufgeteilt und in der Tiefe gegliedert war (vgl. A. STEIN, Die Reichsbeamten von Dazien. DissPann I 12, 1944, S. 37-40.; M. MACREA, L'organisation de la province de Dacie. Dacia 11, 1967, S. 138.; J. FITZ, AArchHung 14, 1962, 27-28. Die hier behandelten Fragen werden in unserer nächsten Studie erörtert: Militärgeschichte des römischen Daziens. S. auch V. CHRISTESCU, Istoria militarä a Daciei Romane. Bucuresti 1937.). L. Balla 247