Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 12. 1971 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1972)
Tanulmányok – Abhandlungen. A Pannonia Konferenciák aktái, I. – Akten der Pannonia Konferenzen I. - Pavúk, Juraj: Zur Problematik der Gräberfelder mit der Linienbandkeramik. – A vonaldíszes kerámia temetőinek kérdései. XII, 1971. p. 123–130.
ZUR PROBLEMATIK DER GRABERFELDER MIT DER LINIENBANDKERAMIK Durch die Untersuchung des Gräberfeldes mit der Linienbandkeramik in Nitra wurde eine neue Konfrontierung der bisher bekannten Fundplätze ermöglicht. Dieses Gräberfeld wurde nur teilweise untersucht, sodaß sein Beitrag ein nur unvollständiger ist, aber es brachte doch einige neuen Teilerkenntnisse. Durch das Gräberfeld von Nitra zusammen mit den früher bekannten und auch in neuerer Zeit untersuchten Gräberfeldern wird bereits der ausgereifte, voll formierte und außerordentlich einheitliche Bestattungsritus der Kultur der Linienbandkeramiker fast im Gesamtgebiet ihrer Ausbreitung belegt. Die Disproportion zwischen der Anzahl der bekannten Siedlungen und der entdeckten Gräberfelder dauert zwar weiter an, aber es ist schon mehr als klar, daß die kleine Anzahl der Gräberfelder dieser Kultur Die Lage der Gräberfelder Es ist begreiflich, daß die Gräberfelder der Linienbandkeramikkultur sich in der Regel in den Lagen befinden, von denen auch die Ansiedlungen bekannt sind. Es sind also hauptsächlich Abhänge und Terrassen in der Nähe von Wasserläufen. Nach bekannten Angaben liegen die Gräberfelder 100 — 500 m von den festgestellten Ansiedlungen entfernt. Eine genauere Synchronisierung der Siedlungen und der zu ihnen gehörenden Gräberfelder ist vorderhand nicht möglich. Eine solche Parallelisierung wird erst von der Durchforschung der Ansiedlung und des Gräberfeldes in Elsloo (1) dargeboten werden. Es ist nicht (1) Für eingehende Informationen und für die Gestattung der Einsichtnahme in den unveröffentlichten Plan des Gräberfeldes von Elsloo danke ich an dieser Stelle Herrn Prof, Dr, P, J, R. M о d d e r m a n n nicht mit einem anderen oder mit einem nicht entwickelten Bestattungsritus zusammenhängt, sondern die Konsequenz der ungenügenden Untersuchungen im Terrain ist. In der Mehrzahl der Gräberfelder sind die Grabgruben ziemlich tief (120—200 cm), so daß es wahrscheinlich sein dürfte, daß viele von den bekannten vereinzelten Gräbern in Gräberfeldern liegen, deren Untersuchung nicht mehr fortgesetzt wurde. Außerdem sind auch in den größeren untersuchten Gräberfeldern vereinzelte Gräber ziemlich häufig. Derzeit ist bereits eine solche Anzahl von Gräberfeldern mit mehreren Gräbern bekannt, so daß bei der Rekonstruktion des Bestattungsritus die vereinzelt entdeckten Gräber sein Bild bereits weder ergänzen noch ändern können. ausgeschlossen, daß ein Teil der Gräber aus Ansiedlungen zu älteren gestörten Gräberfeldern gehört. Ein selbständige Gräberkategorie bilden die Bestattungen in Gruben in den Ansiedlungen. Grabgruben Insofern die Grabgruben bis in den Löß eingetieft sind, so zeichnen sie sich von der umliegenden Erde sehr gut ab. In ihrem Grundriß haben sie eine regelmäßige länglich ovale Form. In der Richtung zum Boden verengen sie sich gleichmäßig. Der Verlauf ihres Bodens läßt sich jedoch nicht genau bestimmen, da infolge des fortwährenden Durchsickerns der dunkler gefärbten Grabausfüllung in den helleren Löß ihr anderweitig nicht gekennzeichneter urspränglicher Boden unmarkant wurde. In Nitra wurden keine Spuren von irgendeiner Inneneinrichtung der * * * 123