Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 11. 1970 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1971)

Közlemények – Mitteilungen - †Vágó Eszter, B.: Neue Inschriften aus Intercisa und Umgebung. XI, 1970. p. 120–132. t. LV–LXV.

ist die Punktur durch Blätter ersetzt (Taf. LX. Abb. 5). Eine genaue Übersetzung der Zeilen 4 — 6 ist nicht leicht. In die Zeilen 4-5 wollte man erst BRIT/MAX. meisseln. Diesen Titel erwarb Caracalla nur im Jahre 210. Bemerkend den Fehler formierte man mit Eingravieren eines A und neuerer Ligation von R PART aus BRI. Das frühere T wurde in В umgemeisselt, als Anfangsbuch­stabe des an den Rand ligierten Wortes RIT. Das Ehren­attribut Part. Max wurde dem Kaiser schon im Jahre 199 verliehen. Die letzte, von einer anderen Hand stam­mende Ergänzung ist das an den Rand mit kleineren Buchstaben gemeisselte GER, unterhalb der Ligatur RIT, hierher gehört — übrigens irrtümlicherweise — das mit primitiven Lettern vor die Zeilen 5 — 6 gravierte Attribut MAX. Den Titel Germanicus erhielt Caracalla im Oktober 213, das Attribut Maximus wurde erst in Intercisa hinz­gefügt. Nachdem PIVS in der Inschrift bereits enthalten ist, wurde es nach dem 1. April 200. Titel PATE К Abb. 6: Dunaújváros-Intercisa, Vöröshadsereg-str. 71. No. 458. PATRIAE nicht angeführt wird. (2li) All dies vorausge­schickt, lautet die Übersetzung wie folgt: Imp(eratori) Caes(ari) M(arco) / Aur(elio) Severo / Anto­nino Pio I Felici Aug(usto) Part(hieo) Brit(annico) / rnax(imo) pont(ifici) rnax(imo) Ger(manico) / max(imo) coh(ors) I( milliaria) Hemes(enorum) / Aurel(ia) Anto/ niniana sag(ittariorum) / eq(uitata) c(ivium) Щогпапо­rum) devo/tissima пи /mini eius. Die huldigende Inschrift wurde möglicherwise zwischen 210 und 212, gestellt. <24) Die Inschrift wurde bis 213 er­gänzt. Über die Niederreissung des Denkmals und die Zerlegung der Basis vgl. die Ausführungen bei Nr. 459. Der Umstand, dass die Inschrift die vollständigste Titula­tur der cohors milliaria Hemesenorum aufbewahrt hat, ver­leiht ihr besondere Bedeutung. Nr. 458. Inschriftliches Steinfragment aus dem Haus Vöröshadsereg Strasse 71 in der Altstadt. H.: 38 cm, Br. : 43 cm, D.: 11 cm. Das Bruchstück stammt aus der linken Seite einer Inschrift mit glattem Lattenrahmen; schön gravierte Kapitallettern (Taf. LXII. 2; Abb. 6.): ... [M(arco)] Aufrelio Antonino] / Augufsto divi. . . ] / Antofnini . . . fij/lio difvi . . . Anto/nijni nefpoti . . .] (23) Zum cursus das Caracalla: R. Cagnat, о. с 209. (24) Wir möchten hier unseren besten Dank dem Kollege Herrn I. TÖTII aussprechen, der uns bei der Lösung der komplizierten Ligation eine wertvolle Hilfe leistete. Falls diese Deutung zutrifft, stammt das Fragment aus einer Caracalla-Inschrift. Nr. 459. Nord wand des Steingrabes 1190, seitwärts gestellt, mit der Inschrift nach innen, stammt also aus demselben Grab, wie die Caracalla-Inschrift Nr. 457. Bei der Freilegung war die Inschrift infolge einer dünnen Mörtelschicht unsichtbar. Die Inschrift, z. Zt. 27x67 cm, ist in einem längsseitigen Viereck mit Doppel-Lattenrah­men; die erste Zeile wurde beim I]inbau arg verletzt. H.: 95 cm, Br. : 42 cm, D.: 13 cm. (Taf. LXI; Abb. 7). Kapitallettern. Die Beschädigungen lassen sich mühelos ergänzen : [Sanctissimo] / ae super om/nes principes / clementis­simo I Imp(eratori) Caes(ari) C(aio) Vihio / Treboniano / Gallo P(io) F(elici) Invic/to Aug(usto) pontif(ici) max(im,o) trib(unicia) po[t( estate) III] / co(n)s(uli) II p(atri) p(atriae) [pro]/co(n)s(uli) coh(ors) [T(mil­liaria)] I Hemes(enorum) ma[ies]/tati eorum / devo­tissifma] Die inschriftliche Basis wurde im zweiten Jahr des Konsulats des Kaisers (252) von der cohors von Hemesa gestellt, und zwar offenbar vor Beginn der IV. trib. pot. (10. Dez. 252) in der ersten Jahreshälfte während der trib. pot. III. unbekannten Datums. (25) Die cohors von Hemesa ist in der Inschrift mit der üblichen kurzen Titu­latur angeführt. Es ist übrigens die bisher späteste Datierung einer Erwähnung der cohors milliaria Heme­senorum. Die Inschriften des Caracalla und Gallus wurden im spätrömischen, altchristlichen Gräberfeld von Intercisa gefunden. Die aus Stein und Ziegelstein solid gebaute Familiengruft wurde in neuer Zeit vollständig ausge­plündert. Knochen von drei verschiedenen Bestattungen lagen darin durcheinander, ohne datierende Funde. Neben einer der Bestattungen lag einst eine Beigabe, die Holz­stücke und Bronzeklammern eines Kästchens kamen zum Vorschien. Aus der Umgebung und der Grabstruktur ist deutlich erkannbar, dass die Basen in die Grabkammer einer wohlhabenden Familie von Intercisa aus dem 4. Jh. eingebaut wurden. (2(i) Die Statuen und Denkmäler der „heidnischen" Kaiser wurden von der christlichen Bevöl­kerung des 4. Jh. wahrscheinlich planmässig zerstört, und einer der Hauptmissetäter dürfte die Steine der um­geworfenen Basen zur Errichtung seiner eigenen Grab­kammer verwendet haben. VIII. Votivinschriften Nr. 460. Die Zusammengehörigkeit des entzweigeschnit­tenen Votivsteins aus dem Steingrab 56. war lange frag­lich, doch der einwandfrei zusammenpassende Text Hess keinem diesbezüglichen Zweifel aufkommen. (Taf. LVII. 2). Am plump ausgebreiteten oberen Teil, mit unbear­beiteter und abgerundeter Oberfläche, ist die eingravierte Zeichnung von zwei, ursprünglich vielleicht drei, Rad­motiven mit je vier Speichen zu sehen. Unterhalb dieser Zeichnung beginnt die mit einer eingravierten Waage­rechten getrennte Inschrift, deren siebente, letzte Zeile mit einer ebensolchen Waagerechten abgeschlossen ist. Unterhalb dieser Linie beginnt die Basis. H.: 160, 5 cm, Br. : 46 — 50 cm, D.: 25 cm. Buchstaben durchshnittlicher Schönheit, in minderwertigen Stein graviert: I О M V S L M P AE LI SEPTI MUS ET DE CORATUS DEC M ET ARM С ER Der ergänzte Text lautet wie folgt: I(ovi) O(ptimo) M(aximo) v(otum) s(olvit) / l(ibens) m(erito) P(ubli) Ac Ili Septi I mus et De / coratus I dec(urio) m(unicipii) et / arm( . . . ) c(ivitatis) Er(aviscorum) (25) Zum cursus des Trebonianus Gallus: R. CAGNAT, о. с, 220. (26) Publikation des südlichen - alt-christlichen - Gräberfeldes in Vorbereitung. 127

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