Gunda Béla et al. (szerk.): Ideen, Objekte und Lebensformen. Gedenkschrift für Zsigmond Bátky - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 29. (Székesfehérvár, 1989)

László Lukács: Feuerstätten im ost-transdanubischen Haus

Karte 1.: Karte Ost-Transdanubiens, mit Angabe der im Aufsatz erwähnten Siedlungen. beschlossen, daß die Hausbauer überall, vor allem aber in den neuerdings angesiedelten Dörfern, ihre Häuser aus ungebrannten Lehmziegeln und mit Schornstein ver­sehen zu errichten haben.“ (Balogh 1978, 254.). In Duna­­földvár (Kom. Tolna) konnte ich am Haus des Gusztáv Erdélyi (József kert 7) den innen und außen lehmver­putzten offenen Rauchfang aus Gertengeflecht, mit Holzgerüst, photographieren. Der außerhalb des Daches befindliche Teil des Rauchfangs war mit Schilfrohr vor Regen und Schnee geschützt. Als Rauchfangkopf diente eine gebogenes Stück Blech, welches aber vom Wind schon halbwegs weggekehrt war. In Bogyiszló notierte der re­formierte Pastor Imre Szy im Jahre 1799 folgendes: „Das parochiale Haus hatte, wie allgemein üblich, Wände aus Geflecht auf Holzsockeln und einen Schornstein aus Ziegelsteinen.“ Folglich war der Schornstein der Pfarre schon gegen Ende des 18. Jh. ein gewölbter Ziegelbau. Gleichzeitig war der Rauchfang der Bauernhäuser ver­mutlich aus Geflecht mit Holzgerüst, zumal alte Dorf­bewohner sich noch Ende der 30er Jahre unseres Jahr­hunderts an Geflechtrauchfänge deutlich erinnern konn­ten (Csalog 1939, 39—40). In den ehemaligen Rauch­küchen des Sárköz-Gebietes erschienen seit Ende des 18. Jh. allmählich die lehmverputzten offenen Rauchfänge 90

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