Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)
J. Waldhauser: Die keltische Viereckschanzen in Böhmen
;:ţa 2 ==3 & 5 ©6 iff 8 ■ 9 • 10 Abb. 1: Die Viereekschanze beiiliarkvartice unweit von Jicin in Nordböhmen. 1 = Wall; 2 = Spitzgraben; 3 = Graben der Siedlung; 4 = Lesefunde der Keramik ; 5 = Umgangstempel ; 6 = Feuerherd; 7 = sg. Wanne; 8 = Brandgrubengrab; 9 = Hütte; 10 = Objekt unbestimmbarer Funktion. Die erste Viereckschanze war in Böhmen zwar schon vor dem Jahre 1842 beschrieben worden und seit 18. Jh. kartiert worden(9), aber in den darauf folgenden hundert Jahre wurden diesen Schanzen, ungeachtet der positiven Resultate im benachbarten Bayern, keine Aufmerksamkeit gewidmet(10 11). In den Jahren 1932— 1948 wurden nur am Rande Übereinstimmungen zwischen manchen böhmischen und süddeutschen Viereekschanzen konstatiert, besonders beim Fund der bekannten Plastik eines keltischen Gottheit (Heros) unweit von Msecké Zehroviee bei Kladnoj11). Erst die anregende Arbeit von Frau L. Jansová, die ersten Viereckschanzen dokumentierte, sie im mitteleuropäischen Kontext sah und aus deren Datierung in die jüngere Latènezeit hinwies, bedeutete die Wende zu einem intensiven Forschungsstadium(12). Bedeutende Resxdtate ergab die Erforschung (9) J. Wat.dhauser, Grabung der Viereckschanzen und der latènezeitlichen Siedlung in Markvartice, Nordböhmen, im Jahre 11)69. Sborník ÖSSA, IV, 1970- 1971, (il -88, Abh. 3. (10) K. Schwarz, Spätkeltische Viereckschanzen, Ergebniße der topographischen Vermessung und der Ausgrabungen 1957 — 1969. Jahresber. des Bayer. Landesamtes für Denkmalpfl., XVIII, 1960, 51—56. (11) B. Di'BSKv, La T'ene Südböhmens,. St.rakonice, 1932, 86; I. Borkovsky, Eine keltische Skulptur aus Böhmen. OP, XXIIJ. 1946, 22-23; F. ProSek, L'oppidum celtique de Hradistë nad Závisti, PA, XLIII, 1947/8, 53. (12) L. Jansová o. c., 470-489. der Viereckschanze bei Markvartice in Nordböhmen(13), weiter die Untersuchung im Terrain an 15 — 20 festgestellten Objekten)14) und die Bewertung der Stellung Viereckschanzen in der böhmischen Latènezeit. Die Viereckschanze bei Markvartice (Abb. 1; Taf. I, 1-3) Was die Morphologie betrifft (die Lage auf dem Hang, Orientierung des Eingangs, Innenausmaß, überragende Ecken usw.), entspricht die Viereckschanze bei Markvartice völlig den süddeutschen Analogien, wie sie K. Schwarz definiert hat(4°). Auch der Wall und Spitzgraben zeigen ähnliche Übereinstimmungen (einfaches Aufschütten des Walles auf ursprünglichem Bodenhorizont(lli), typische Form des (13) J. Waldhauser, o. c., Sborník ÖSSA, IV, 1970—1971, 61 — 88; Id., Archäologische Erforschung der Viereckschanze bei Markvartice im Jahre 1972. Z. Srámk. Sobotky, IX, 1972, Heft 9. (14) Vorläufig in : P. Drda-J. Waldhauser-M. ÖiZmár, Oppida und Viereckschanzen, AROZ, XXIII, 1971, 288 — 293, Abb. 1; J. Fröhlich: Eine Befestigung der Burgwallzeit bei Kucer. Vÿbêr z pi aci èlenû hist. krouzku pri Jihoées. muzeu v U. B ud ej.. VII, 1971, 19-20. (15) K. Schwarz, o. c. Jahresber. des Bayer. Landesamtes für Denkmalpfl., XVIII, 1960, o. c., 58 — 68. (16) J. Waldhauser, o. e., Sborník ÖSSA, IV, 79-82, Abb. 9. 236