Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)

O. H. Frey: Ein bemaltes Spätlaténegefäss aus Manching

Verbreitung der Werke läßt daserahnen. Zur Ausbil­dung der neuen Rankenornamente gibt es in der frühen Phase nur im Marnegebiet Ansätze. Im Wesentlichen knüpfen die Formen direkt an griechi­sches Rankenwerk an. Sternblümchen, einige Akanthusformen usw. sind nur Zutaten, die die Kontakte weiter erhellen. Ebenfalls lassen die Schwertstile eine Auseinan­dersetzung mit antiker Kunst erkennen, auch wenn die Entwicklung starke Eigenzüge trägt. Besonders gut läßt sich das an Werken des sog. Schweizer Schwertstils zeigen(10 11). Z. B. sind die bewegten Ranken auf einer Schwertscheide von La Tène (1!) nur in Anlehnung an naturalistische Pflanzenbilder, wie sie besonders italische Vasen des 4. Jahrhunderts schmücken)12), verständlich. Auf einer anderen Schwertscheide von La Tène sind die im Profil wiedergegebenen Blüten ebenfalls Beweis für solche Beziehungen)13). Auf einer weiteren Schwertscheide des gleichen Fundortes erscheinen S-Ranken mit überfallenden Enden(14), ein Detail, das ebenfalls nur den räumlichen Wiedergaben vom Blättern und Ranken auf antiken Werken, z. B. apulischen Vasen, entlehnt sein kann. Entsprechende Beobachtungen (10) Cf. J.-.M. de Navarro, The Finds from the Site of La Tène I Scabbards and the Swords found, in them. London, 1.972 (11) Ibid., Nr. 66. Frontispiz. (12) Cf. die Anm. 5 genannten Werke. (13) Dk Navarro, o. r., Nr. 71, T. LXXXVI. (14) Ibid., Nr. 99, fig. 29, T. LXXXI, 2. lassen sich auch an einem ungarischen Schwert machen, wo eine regelrechte Torsion von „Ranken", allerdings sehr viel keltischer, geschildert ist(15). Die wenigen Belege mögen genügen, um zu zeigen, daß sich die keltische Kunst in ihren verschiedenen Phasen niemals isoliert entwickelt hat. Bezeichnend ist nur, daß bis zu den Schwertstilen hin, alle Werke einen unverwechselbaren keltischen Charakter tra­gen. Erst in der Oppidazeit löst sich auf dem Konti­nent der keltische Stil auf. Zwar gibt es noch ein­zelne Werke, wie das eingangs genannte Baseler Gefäss, die in einer klaren Tradition stehen. Daneben kommen aber Arbeiten auf, wie die Manchinger Flasche, oder die durchbrochenen Bleche und die Sch wert applike von Staré liradisko — ein Schwert, das mit einem solchen Kopf geschmückt war, gehörte sicherlich zu den begehrtesten Produkten der dama­ligen Zeit —, die eine deutliche Überfremdung des Geschmacks anzeigen. Die Akanthuszier von Man­ching fügt sich so als kennzeichnende Neuerung ein in das allgemeine Bild von der Oppidakultur, die ja insegsamt ein Ableger der mediterranen Stadtkultur ist(1B). Hamburg O.-H. Frey ( 15) Ibid., fig. 24. (16) Cf. z. B. W. Dehn, Mediolanum. Lagetypen spät­­keltischer Oppida. Studien aus Alteuropa II. Beih. BJ., 10/11, 1965, 117—128 mit zahlreichen Ver­weisen .

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