Kralovánszky Alán (szerk.): Székesfehérvár évszázadai. 4. 1688 - 1848 - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 16. (Székesfehérvár, 1979)
Zádor Anna: Székesfehérvár építészeti emlékei a felvilágosodás és a klasszicizmus korában
Anna Zádor DIE ARCHITEKTUR VON STUHLWEISSENBURG (SZÉKESFEHÉRVÁR) ZUR ZEIT DER AUFKLÄRUNG UND DES KLASSIZISMUS (Auszug) Im Laufe des 18. Jhs erhielt die Stadt jene charakteristischen Züge einer mit niedrigen Häuser bebauten Siedlung, aus welcher nur die Kirchtürme hervorragen. Der mit Stadtmauern umfasste Kern der heutigen unter Denkmalschutz stehenden Altstadt verändert sich jedoch im Laufe von kaum einem Jahrhundert, es entstehen bedeutende Bauten und die umzingelnden Wehrbauten werden gesprengt. Schon in der ersten Hälfte des 18. Jhs wird die Stadt von verschiedenen Handwerkern besiedelt, und erlebt die Anfänge einer Blütezeit, die wohl durch die Gründung eines Bistums im Jahre 1777 begünstigt worden ist. Die Stadt hat deutsche und ungarische Einwohner, es ist aber bemerkenswert, dass sich die kirliche Ordenstätigkeit früh der ungarischen Sprache zuwendet und durch Schulen und andere kulturelle Institutionen die Verbreitung der ungarischen Sprache bewirkt, die auch die Tendenzen der Aufklärung unterstützt. Bekannte Vorkämpfer dieser Bewegung wie Benedek Virág und Pál Ányos leben und wirken von den achtziger Jahren an hier. So ergibt es sich, dass schon am Ende des Jahrhunderts der Grossteil der Komitatsbeamten der ungarischen Sprache mächtig ist, von 1810 an werden sogar die städtischen Protokolle in ungarischer Sprache verfasst. Der meist unbekannten Meister der in dieser Periode erbauten Bürgerhäuser kommen zwar teilweise aus dem Westen, werden aber hier ansässig und fügen sich vollständig der hier wirkenden Tendenzen. Aber durch dieses Gemisch von frisch eingebürgerten Baumeistern ist es zu verstehen, dass Spätbarock und Frühklassizismus nebeneinander bestehen ja sogar sich miteinander vermischen. So ist das um 1790 erbaute Zichy-Palais (heute Stadthaus) seinem Stil nach ein Spätling, während im einstigen Fliegl-Haus (Bástya u. 1.) ein Barocktor mit mythologischen klassizistischen Reliefs versehen ist. Ein weiterer Bau — das Gebäude Kossuthstrasse 15 — zeigt Verwandschaft mit der Stilart von J. Fellner, der um 1776 einen unausgeführten Plan zur Erbauung einer Kaserne für Székesfehérvár verfertigt. Wahrscheinlich hängt dies vom Ursprungsland der Meister ab, das grösstenteils innerhalb des Habsburg-Reiches zu suchen ist, wie auch die in der Stadt wirkenden Maler zu den Besten des deutschen Westens gehören. Unter den Architekten soll der Hofarchitekt Franz Anton Hillebrandt erwähnt werden, der 1773—75 den Hochaltar der Kathedrale erbaut und mit diesem aus edlen Architekturelementen geschaffenen Altar eines der feinsten Beispiele dieser Zeit gibt. Es ist noch nicht geklärt, ob Fellner und Hillebrandt, die zwei bedeutendsten Meister, die wir in diesem Zusammenhang erwähnt haben, irgendeine Wirkung ausgeübt oder Nachfolge hier gehabt hätten. Auf die Zeitspanne verschiedener Stilrichtungen fällt die Errichtung des bischöflichen Palais. Ein mächtiger, imposanter Bau, der im Jahre 1801 beendet wunde, dessen Meister oder der Ursprung der Pläne bis jetzt unerforscht sind. Die monumentale