Kralovánszky Alán (szerk.): Székesfehérvár évszázadai. 4. 1688 - 1848 - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 16. (Székesfehérvár, 1979)
Kovács Péter: Jezsuita patika és faragóműhely Székesfehérvárott
Péter Kovács APOTHEKE UND SCHNITZWERKSTATT DER JESUITEN IN SZÉKESFEHÉRVÁR {Auszug) Die jesuitische Residenz wurde in Székesfehérvár in den vierziger—fünfziger Jahren des 18. Jahrhunderts erbaut. Mäzen und Führer der Fehérvárer Bauten war der Jesuitenmönch Antal Vanossi, einer der obersten Leiter des Ordens. Vanossi, dessen Vater einst Zöllner (s. n. Dreissiger) in Székesfehérvár war, dirigierte die Bauarbeiten aus Wien oder Rom, durch seine an den Prior in Székesfehérvár gerichteten Briefe. Dieser, aus den Jahren 1719 bis 1757, dem Todesjahr Vanossi’s stammende Briefwechsel ist im Archiv von Pannonhalma erhalten und bildet heute die wichtigste Quelle für die hiesigen Bauten. Als Einleitung der Abhandlung werden die beim Bau und der Ausschmückung der Kirche und des Ordenshauses tätigen bekannten Meister erwähnt und die Werke der Tischlermeister und Bildhauer (Schnitzer) ausführlich aufgezählt. Aus „Historia Domus” der Jesuiten erfahren wir, dass die geschnitzten Eichenholzmöbel der Apotheke (heute „Fekete Sas”), welche man aus dem Ordenshaus Ende des 18. Jahrhunderts ins gegenüberliegende Gebäude transportierte, in der vom Laienbruder Bernat Baumgartner geführten Werkstatt 1758 fertiggestellt wurden. An Hand der stilkritischen Analyse der hinterbliebenen Einrichtung, bzw. der Auswertung der im Archiv bezüglich der Apotheke gefundenen Angaben nimmt die Abhandlung an, dass die Schnitzmöbel im Laufe der 1750-er Jahre nicht aufeinmal, sondern wenigstens in zwei Etappen hergestellt wurden. Die Abhandlung lässt auch die Möglichkeit durchblicken, dass die — in den letzten zweihundert Jahren als Lagerhausregal verwendeten, bemalten Weichholzbruchstücke, — welche noch unter Restaurierung standen als die Abhandlung geschrieben wurde — einstmals dem Mobiliar der Officina angehören mochten und deshalb vielleicht Möbel jener Apotheke bilden, welche die Jesuiten 1745 angekauft hatten.* •Diese Studie wurde am 19-ten Mai 1971 anlässlich der VI. Stadthistorischen Konferenz von Stuhlweissenburg vorgetragen.