A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1984/85-2. A népvándorláskor fiatal kutatóinak szentesi találkozóján elhangzott előadások. (Szeged, 1991)

Vida Tivadar: Újabb adatok az avarkori „fekete kerámia” és a korngolatlan cserépbográcsok kérdéséhez

I WEITERE ANGABEN ZUR FRAGE DER AWARENZEITLICHEN „SCHWARZEN KERAMIK" UND DER HANDGEFORMTEN TONKESSEL Vida Tivadar Ab Mitte des 7. Jahrhunderts ist eine selbständige Keramikgruppe in Ostpannonien, in den an der Donau liegenden Gebieten der Komitaten Fejér, Tolna und Baranya nachzuweisen. Für die Gefäße ist die schwarze Farbe charakteristisch, welche während ihrer Ausbrennung in sauerstoffarmer Umgebung durch den Einbau von Kohle zustande kam. Die feingeschlämmten, mit Sand leicht gemagerten, auf schneller Scheibe gefertigten Töpfe, was ihre Technik und Form anbelangt, folgen den Herstellungstraditionen der frühawarenzeitlichen grauen Keramik. Ihr nach außen absteigender oder abgerundeter Rand ist fast immer mit einem inneren Bogen für das Aufsetzen des Deckels versehen. Sie sind bauchig, sorgfältig g edreht, kugelig, ihre Oberfläche ist glatt. Ihre typische Verzierung ist das an der Schulter erumlaufende Wellenlinienband. Später nimmt die Magerung zu und nicht nur die Töpfe, sondern auch Krüge und Flaschen wurden schwarz gebrannt. Die letzteren kommen unter den Grab- und Siedlungsfunden bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts vor. Die kulturelle Bedeutung der awarenzeitlichen schwarzen Keramik liegt darin, daß sie bestätigt, daß diese der grauen und gelben Keramik in Technik und Qualität kaum unterlegenen Gefäße auch im Alltag verwendet wurden. Die Diskussion über die Datierung, den Ursprung und ethnische Bestimmung der handgeformten Tonkessel dauert schon seit einem Jahrzehnt an. Auf Grund des Fehlens zuverlässiger archäologischer Angaben wurde dieser Gefäßtyp oft überwertet. Nach einigen neuen Funden scheint es möglich, die die Metallkessel nachahmenden, einer bestimmten Lebensweise angehörenden Tonkessel ins 8. Jahrhundert datieren zu können. Die Frage über ihren örtlichen oder östlichen Ursprung bleibt weiterhin offen. 399 I

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